Stell dir vor, du stehst in deiner Küche, der Duft von zerlassener Butter und goldbraunem Fleisch liegt in der Luft. Ein leises Zischen verrät, dass es fast so weit ist. Du bereitest gerade das perfekte Schnitzel zu, knusprig, saftig und einfach unwiderstehlich. Ein Gericht, das Kindheitserinnerungen weckt, Geborgenheit schenkt und einfach immer passt. Aber Schnitzel ist nicht gleich Schnitzel! Die Vielfalt an Zubereitungsarten und Geschmacksrichtungen ist schier unendlich. Lass uns gemeinsam auf eine kulinarische Reise gehen und die Welt der besten Schnitzel Rezepte für jeden Geschmack entdecken.
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Die Schnitzel-Grundlagen: So gelingt dir der Klassiker
Bevor wir uns in die aufregende Welt der Variationen stürzen, wollen wir uns die Grundlagen des klassischen Schnitzels genauer ansehen. Denn nur wer die Basis beherrscht, kann wahre Meisterwerke kreieren. Keine Sorge, es ist einfacher als du denkst!
Die Wahl des richtigen Fleisches
Die Basis eines jeden guten Schnitzels ist natürlich das Fleisch. Traditionell wird für das Wiener Schnitzel Kalbfleisch verwendet, genauer gesagt die Oberschale. Dieses Fleisch ist besonders zart und mager. Aber auch Schweinefleisch, insbesondere das aus der Oberschale oder der Nuss, eignet sich hervorragend. Für eine etwas kräftigere Variante kannst du auch Puten- oder Hähnchenbrust verwenden. Achte in jedem Fall auf eine gute Qualität und frische des Fleisches. Bio-Fleisch ist natürlich immer eine gute Wahl!
Das Plattieren: Der Schlüssel zur Zartheit
Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum perfekten Schnitzel ist das Plattieren. Dabei wird das Fleisch mit einem Fleischklopfer oder einer Schnitzelbank vorsichtig dünner geklopft. Dadurch wird es nicht nur zarter, sondern auch gleichmäßiger dick, was für ein gleichmäßiges Garergebnis sorgt. Lege das Fleisch am besten zwischen zwei Frischhaltefolien oder in einen Gefrierbeutel, bevor du es bearbeitest. So verhinderst du, dass es spritzt oder reißt. Klopfe das Fleisch mit Gefühl, es soll nicht zerfleddert werden!
Die Panade: Knusprig und Goldbraun
Die Panade ist das Herzstück des Schnitzels. Sie sorgt für die knusprige Kruste und den unverwechselbaren Geschmack. Für eine klassische Panade benötigst du drei Zutaten: Mehl, verquirlte Eier und Semmelbrösel. Wichtig ist die Reihenfolge: Zuerst das Fleisch im Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen, dann durch die verquirlten Eier ziehen und anschließend in den Semmelbröseln wenden. Drücke die Brösel leicht an, damit sie gut haften. Verwende am besten Semmelbrösel vom Vortag oder Paniermehl aus der Packung. Für eine besonders knusprige Panade kannst du auch Panko, japanisches Paniermehl, verwenden.
Das Ausbacken: Die Kunst des perfekten Garpunktes
Nun kommt der wichtigste Teil: Das Ausbacken. Erhitze ausreichend Butterschmalz oder Pflanzenöl in einer großen Pfanne. Das Fett sollte heiß genug sein, damit das Schnitzel schnell Farbe annimmt, aber nicht so heiß, dass es verbrennt. Lege das panierte Schnitzel vorsichtig in das heiße Fett und backe es von beiden Seiten goldbraun. Wichtig: Bewege das Schnitzel während des Backens immer wieder leicht in der Pfanne. So kann es gleichmäßig bräunen und die Panade wird besonders knusprig. Das Schnitzel ist fertig, wenn es goldbraun ist und leicht an der Oberfläche schwimmt.
Die richtige Beilage: Der perfekte Begleiter
Ein leckeres Schnitzel braucht natürlich auch die passende Beilage. Klassische Beilagen sind Pommes Frites, Kartoffelsalat, Gurkensalat oder ein gemischter Salat. Aber auch Spätzle, Kartoffelbrei oder Bratkartoffeln passen hervorragend. Lass deiner Kreativität freien Lauf und wähle die Beilage, die dir am besten schmeckt!
Schnitzel-Variationen für Abenteurer: Entdecke neue Geschmackswelten
Du beherrschst die Grundlagen des klassischen Schnitzels perfekt? Dann ist es Zeit, neue Geschmackswelten zu entdecken! Die Vielfalt an Schnitzel-Variationen ist schier unendlich. Hier sind einige Inspirationen für deine kulinarischen Abenteuer:
Das Cordon Bleu: Der Klassiker mit Käse und Schinken
Das Cordon Bleu ist ein absoluter Klassiker und eine willkommene Abwechslung zum klassischen Schnitzel. Dabei wird das Schnitzel mit Käse und Schinken gefüllt, bevor es paniert und ausgebacken wird. Verwende am besten Emmentaler oder Greyerzer für den Käse und Kochschinken oder Serrano-Schinken für die Füllung. Die Kombination aus knuspriger Panade, schmelzendem Käse und herzhaftem Schinken ist einfach unschlagbar!
Das Jägerschnitzel: Herzhaft und Waldpilzig
Für alle Liebhaber herzhafter Aromen ist das Jägerschnitzel die perfekte Wahl. Dabei wird das Schnitzel mit einer cremigen Sauce aus frischen Waldpilzen serviert. Verwende am besten eine Mischung aus verschiedenen Pilzsorten, wie zum Beispiel Champignons, Pfifferlinge und Steinpilze. Die Sauce wird mit Sahne, Zwiebeln, Knoblauch und frischen Kräutern verfeinert. Ein Gedicht!
Das Zigeunerschnitzel: Würzig und Pikant
Das Zigeunerschnitzel, auch Paprikaschnitzel genannt, ist eine würzige und pikante Variante des Klassikers. Dabei wird das Schnitzel mit einer Sauce aus Paprika, Zwiebeln, Tomaten und Gewürzen serviert. Die Sauce kann je nach Geschmack scharf oder mild zubereitet werden. Ein Hauch von Knoblauch und Kümmel verleiht der Sauce eine besondere Note. Serviere das Zigeunerschnitzel mit Reis oder Pommes Frites.
Das Rahmschnitzel: Cremig und Deftig
Das Rahmschnitzel ist ein Gericht für alle, die es cremig und deftig mögen. Das Schnitzel wird hierbei in einer Rahmsauce serviert. Die Sauce kann mit Pilzen, Zwiebeln oder Speck verfeinert werden. Für eine besonders cremige Sauce kannst du etwas Schmelzkäse hinzufügen. Das Rahmschnitzel passt hervorragend zu Spätzle oder Kartoffelbrei.
Das Hawaii-Schnitzel: Exotisch und Süß-Sauer
Das Hawaii-Schnitzel ist eine exotische und süß-saure Variante des Klassikers. Das Schnitzel wird hierbei mit Ananas, Schinken und Käse überbacken. Die Kombination aus süßer Ananas, salzigem Schinken und schmelzendem Käse ist ungewöhnlich, aber überraschend lecker. Das Hawaii-Schnitzel ist ein echter Hingucker und sorgt für Urlaubsfeeling auf dem Teller.
Kreative Panaden: Experimentiere mit Aromen
Du möchtest deinem Schnitzel eine ganz besondere Note verleihen? Dann experimentiere mit verschiedenen Panaden! Hier sind einige Ideen:
- Kräuterpanade: Mische Semmelbrösel mit frischen Kräutern wie Petersilie, Schnittlauch und Thymian.
- Nusspanade: Mische Semmelbrösel mit geriebenen Nüssen wie Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen.
- Käsepanade: Mische Semmelbrösel mit geriebenem Parmesan oder anderen Hartkäsesorten.
- Gewürzpanade: Mische Semmelbrösel mit verschiedenen Gewürzen wie Paprika, Curry oder Chili.
- Sesampanade: Wende das Schnitzel vor dem Panieren in Sesamkörnern.
Vegane Schnitzel-Alternativen: Genuss ohne Fleisch
Auch für Veganer gibt es mittlerweile eine große Auswahl an leckeren Schnitzel-Alternativen. Du kannst zum Beispiel Tofu, Seitan oder Gemüse wie Blumenkohl oder Auberginen panieren und ausbacken. Auch fertige vegane Schnitzel aus dem Supermarkt sind eine gute Option. Achte bei der Zubereitung darauf, dass die veganen Schnitzel gut gewürzt sind, da sie oft etwas neutraler im Geschmack sind als Fleischschnitzel.
Die besten Tipps und Tricks für das perfekte Schnitzel
Damit dein Schnitzel garantiert gelingt, habe ich hier noch einige Tipps und Tricks für dich zusammengestellt:
- Verwende immer frische Zutaten: Die Qualität der Zutaten hat einen großen Einfluss auf den Geschmack des Schnitzels.
- Klopfe das Fleisch vorsichtig: Zu starkes Klopfen kann das Fleisch zerreißen.
- Achte auf die richtige Reihenfolge beim Panieren: Mehl, Ei, Semmelbrösel.
- Verwende ausreichend Fett zum Ausbacken: Das Schnitzel sollte im Fett schwimmen.
- Bewege das Schnitzel während des Backens immer wieder leicht in der Pfanne: So wird es gleichmäßig braun.
- Lass das Schnitzel nach dem Ausbacken kurz auf Küchenpapier abtropfen: So wird überschüssiges Fett entfernt.
- Serviere das Schnitzel sofort: Am besten schmeckt es frisch aus der Pfanne.
Schnitzel-Rezepte aus aller Welt: Lass dich inspirieren
Schnitzel ist nicht nur in Deutschland und Österreich ein beliebtes Gericht. Auch in anderen Ländern gibt es köstliche Schnitzel-Variationen. Lass dich von den folgenden Rezepten inspirieren:
Die Mailänder Schnitzel (Cotoletta alla Milanese): Italienischer Genuss
Die Mailänder Schnitzel, auch Cotoletta alla Milanese genannt, ist ein italienischer Klassiker. Dabei wird ein Kalbsschnitzel in Butter ausgebacken und mit Zitronensaft beträufelt. Die Panade besteht aus Semmelbröseln, Parmesan und frischen Kräutern. Serviere die Mailänder Schnitzel mit einem einfachen Salat oder Risotto.
Das Escalope Valdostana: Ein Fest aus dem Aostatal
Das Escalope Valdostana ist eine Spezialität aus dem Aostatal in Italien. Es handelt sich um ein Kalbsschnitzel, das mit Fontina-Käse und Prosciutto gefüllt und dann in Butter gebraten wird. Der Fontina-Käse schmilzt beim Braten und verleiht dem Gericht eine cremige Konsistenz. Ein wahrer Genuss!
Das Tonkatsu: Japanische Knusprigkeit
Das Tonkatsu ist ein japanisches Gericht, das aus paniertem und frittiertem Schweinekotelett besteht. Die Panade besteht aus Panko, japanischem Paniermehl, das dem Gericht eine besonders knusprige Kruste verleiht. Serviere das Tonkatsu mit Reis, Miso-Suppe und eingelegtem Gemüse.
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Das Milanesa: Südamerikanische Vielfalt
Das Milanesa ist ein südamerikanisches Gericht, das dem europäischen Schnitzel ähnelt. Dabei wird ein Rind-, Kalb- oder Hähnchenschnitzel paniert und frittiert oder gebacken. In Argentinien wird das Milanesa oft mit Pommes Frites und einem Spiegelei serviert.
Schnitzel-Kreationen für besondere Anlässe: Eindruck schinden leicht gemacht
Du möchtest deine Gäste mit einem besonderen Schnitzel-Gericht beeindrucken? Dann probiere doch mal eine dieser Kreationen:
Das Schnitzel Wellington: Ein Fest für die Sinne
Das Schnitzel Wellington ist eine edle Variante des klassischen Beef Wellington. Dabei wird ein Kalbsschnitzel mit Duxelles (einer Pilzpaste), Schinken und Blätterteig umhüllt und im Ofen gebacken. Das Ergebnis ist ein saftiges Schnitzel mit einer knusprigen Blätterteighülle. Serviere das Schnitzel Wellington mit einer feinen Sauce und edlen Beilagen.
Das Schnitzelroulade: Eine raffinierte Überraschung
Die Schnitzelroulade ist eine raffinierte Variante des klassischen Schnitzels. Dabei wird ein Kalbs- oder Schweineschnitzel mit verschiedenen Zutaten wie Speck, Zwiebeln, Pilzen und Kräutern gefüllt, aufgerollt und in Scheiben geschnitten. Die Schnitzelrouladen werden dann paniert und ausgebacken. Serviere die Schnitzelrouladen mit einer leckeren Sauce und passenden Beilagen.
Das gefüllte Schnitzel: Eine Geschmacksexplosion
Das gefüllte Schnitzel ist eine weitere Möglichkeit, deine Gäste zu überraschen. Dabei wird ein Kalbs- oder Schweineschnitzel mit verschiedenen Zutaten gefüllt, wie zum Beispiel Käse, Schinken, Gemüse oder Kräutern. Das gefüllte Schnitzel wird dann paniert und ausgebacken. Serviere das gefüllte Schnitzel mit einer leckeren Sauce und passenden Beilagen.
Egal für welches Schnitzel-Rezept du dich entscheidest, mit den richtigen Zutaten und etwas Übung gelingt dir garantiert ein köstliches Gericht, das dich und deine Liebsten begeistern wird. Also, ran an die Pfanne und lass es knuspern!
FAQ: Deine Fragen zum Thema Schnitzel
Welches Fleisch eignet sich am besten für Schnitzel?
Für ein klassisches Wiener Schnitzel wird Kalbfleisch (Oberschale) verwendet. Schweinefleisch (Oberschale oder Nuss), Puten- oder Hähnchenbrust sind ebenfalls gute Alternativen. Achte auf eine gute Qualität und Frische des Fleisches.
Wie bekomme ich die Panade besonders knusprig?
Verwende Semmelbrösel vom Vortag oder Panko (japanisches Paniermehl). Drücke die Brösel gut an und bewege das Schnitzel während des Backens immer wieder leicht in der Pfanne.
Welches Fett eignet sich am besten zum Ausbacken von Schnitzel?
Butterschmalz ist ideal, da es einen feinen Geschmack verleiht und hohe Temperaturen verträgt. Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl oder Rapsöl) ist eine gute Alternative.
Wie verhindere ich, dass das Schnitzel beim Ausbacken zu dunkel wird?
Achte darauf, dass das Fett nicht zu heiß ist. Die Temperatur sollte so sein, dass das Schnitzel schnell Farbe annimmt, aber nicht verbrennt. Regelmäßiges Bewegen in der Pfanne hilft ebenfalls.
Kann ich Schnitzel auch im Ofen zubereiten?
Ja, das ist möglich, aber das Ergebnis ist nicht ganz so knusprig wie beim Ausbacken in der Pfanne. Bestreiche das panierte Schnitzel mit etwas Öl und backe es im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) für ca. 15-20 Minuten.
Wie kann ich vegane Schnitzel zubereiten?
Verwende Tofu, Seitan oder Gemüse (z.B. Blumenkohl oder Auberginen) als Basis. Achte auf eine gute Würzung, da vegane Schnitzel oft etwas neutraler im Geschmack sind.
Wie lange hält sich ein fertig gebratenes Schnitzel?
Ein fertig gebratenes Schnitzel sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 1-2 Tagen verzehrt werden. Es schmeckt jedoch frisch am besten!
Kann ich Schnitzel auch einfrieren?
Ja, du kannst rohe, panierte Schnitzel oder fertig gebratene Schnitzel einfrieren. Verpacke sie luftdicht in Gefrierbeuteln oder -dosen. Vor dem Zubereiten bzw. Aufwärmen vollständig auftauen lassen.
Welche Beilagen passen gut zu Schnitzel?
Klassische Beilagen sind Pommes Frites, Kartoffelsalat, Gurkensalat oder gemischter Salat. Auch Spätzle, Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Reis oder Gemüse passen hervorragend.
Wie kann ich ein Schnitzel warmhalten, ohne dass es labberig wird?
Lege das fertig gebratene Schnitzel auf ein mit Küchenpapier ausgelegtes Backblech und stelle es bei niedriger Temperatur (ca. 80°C) in den Ofen. So bleibt es warm und knusprig.