Wohnen im Alter: Warum ein Treppenlift den Alltag erleichtert

Wohnen mit Treppenlift

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Die medizinische Versorgung in Deutschland hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Lebenserwartung hierzulande kontinuierlich gestiegen ist: Männer werden laut dem Statistischen Bundesamt im Durschnitt 77 Jahre alt, Frauen hingegen sogar 82. Das hat wiederum zur Folge, dass immer mehr Menschen unter ihren körperlichen Gebrechen im Alter leiden.

Eine typische Alterskrankheit ist die Arthrose, dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Verschleißerscheinung der Gelenke. Besonders häufig davon betroffen sind die Knie, sodass jeder Schritt zur reinsten Qual wird – vor allem dann, wenn man Treppen bewältigen muss. Und davon gibt es in den meisten Häusern mehr als genug. Trotzdem weigern sich viele Senioren, ihr Eigenheim aufgrund der vielen Stufen zu verlassen. Das müssen sie auch gar nicht, schließlich können sie mit einem Treppenlift ihre Barrierefreiheit zurückerobern. Die Experten von Encasa geben in ihrem Ratgeber wertvolle Tipps, was man bei der Anschaffung beachten muss. Ein paar Punkte daraus werden im Folgenden vorgestellt.

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Treppenlift?

An erster Stelle steigert ein Treppenlift die Lebensqualität, weil man sich in seinen eigenen vier Wänden wieder barrierefrei bewegen kann. Denn er befördert Senioren, die nicht mehr gut zu Fuß sind, am Geländer entlang von einer Etage in die nächste. Dadurch gehört das lästige und äußerst schmerzhafte Treppensteigen der Vergangenheit an – und man ist nicht gezwungen, sein Eigenheim aufzugeben. Sprich: Man kann in seinem Zuhause in Würde altern.

Auch wenn die Vorteile eines Treppenlifts für sich sprechen, gibt es ebenfalls Nachteile: Zum einen wäre da der hohe Anschaffungspreis, den sich nicht jeder Rentner leisten kann. Es besteht zwar die Möglichkeit, einen gebrauchten Lift zu kaufen oder gar zu mieten, auch Zuschüsse vom Staat sind möglich, trotzdem fallen Kosten an. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass nicht in jedem Haushalt ein Treppenlift installiert werden kann – zum Beispiel aufgrund spezieller Brandschutzverordnungen.

Welche Voraussetzungen sind für den Einbau erforderlich?

Wenn sich der Vermieter nicht quer stellt und keine Brandschutzverordnung die Montage verbietet, kann an so ziemlich jeder Treppe ein Lift installiert werden. Egal, wie schmal oder steil eine Treppe auch sein mag – wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Schließlich sind es gerade die besonders kniffligen Treppen, die Senioren das Leben im Alltag erschweren. Der Treppenlift überbrückt deshalb nicht nur die Barrieren, sondern bietet auch ein hohes Maß an Sicherheit durch den Transport.

Treppenlift anschaffen: neu oder gebraucht – was ist besser?

Wie bereits erwähnt, kann man die Anschaffungskosten reduzieren, indem man sich für einen gebrauchten Treppenlift entscheidet. Allerdings sind mit dem Kauf auch einige Risiken verbunden, vor allem dann, wenn man sich an den falschen Händler wendet. Um sicherzugehen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird, sollten folgende Fragen in die Kaufentscheidung mit einfließen:

  1. In welchem Zustand befinden sich die Sitzpolster?
  2. Sind die technischen Details generalüberholt?
  3. Wurde der Lift in der Vergangenheit regelmäßig gewartet?

Tipp: Die meisten gebrauchten Lifte wurden auf den vorherigen Besitzer bzw. seine Treppen zugeschnitten, sodass sie in der Regel für den neuen Haushalt umgebaut werden müssen. Genauer gesagt sind es die Schienen, die nach einer kurvigen Treppe für eine gerade abgeändert werden müssen – das wiederum ist mit weiteren Kosten verbunden, die aus einem gebrauchten Treppenlift ein teures Vergnügen machen. Daher sollte man sich im Vorfeld immer genau informieren, was man sich da eigentlich ins Haus holt.

Mieten statt kaufen: lohnt sich das überhaupt?

Es besteht durchaus die Möglichkeit, einen Treppenlift zu mieten – dadurch fallen die hohen Anschaffungskosten weg. So denken die meisten Kaufinteressenten jedenfalls. Stattdessen ist die Treppenliftmiete in Wahrheit deutlich teurer, weil eine Maximallaufzeit über einen Mindestmietzeitraum im Vorfeld festgelegt wird. Darüber hinaus wird für den abgeschlossenen Mietvertrag eine Art Anzahlung fällig. Zusammengerechnet liegen die Kosten am Ende deutlich höher, sodass der Kauf eines Treppenlifts die bessere Wahl ist.


Letzte Aktualisierung am 9.06.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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