Schnelles Internet – Tipps für ein schnelles DSL

Internetprovider werben mit immer schnelleren und immer stabileren Internetanschlüssen und Tarifen. Doch oftmals zeigt eine Messung, dass weder die Geschwindigkeit den theoretischen Nennwert erreicht, als auch die Stabilität zu wünschen übriglässt. Die Ursachen sind dabei so vielfältig wie die angebotenen Tarife.

So kommt es zum Beispiel vor, dass es Wohnorte gibt, in denen das Netz nicht ausreichend ausgebaut ist. Der Internetanschluss kann dann die vertragliche Geschwindigkeit nicht erreichen. Ein anderer Grund kann der Kontakt an den Dosen sein. Ist dieser schlecht, kommt es auch hier zur Verminderung der Geschwindigkeit. Ebenfalls kontraproduktiv sind Kabel von schlechter Qualität, durch eine billige Verarbeitung. Hier sollte doch lieber zu den etwas teureren Verbindungskabeln gegriffen werden. Ein weiterer Störfaktor, der sich negativ auf die Geschwindigkeit auswirkt ist eine veraltete Technik, durch veraltete Splitter/Router/Modems. Besitzt der Router eine veraltete Software, kann dies ebenfalls negativ auf die Geschwindigkeit einwirken. Sogar eine veraltete Software auf dem Rechner, durch ein veraltetes Betriebssystem zum Beispiel, kann an einer verminderten Geschwindigkeit des DSL schuld sein. Falsche  Netzwerkeinstellungen, nicht gelöschte Cookies, kein AdBlocker, welcher die viele Werbung verhindert, die das Internet langsamer machen, Schadsoftware auf dem Rechner, zu viele geöffnete Fenster, eine zu große Entfernung zwischen dem WLAN Router und dem Rechner, sowie eine schwache Sende- und Empfangsantenne bei WLAN sind ebenfalls Gründe für eine gedrosselte Geschwindigkeit. Doch wie kann man trotzdem dafür sorgen, dass das DSL etwas schneller ist?

Welcher Tarif passt zu Ihnen und wo finden Sie den richtigen?

Um sich für einen Tarif zu entscheiden, sollte vorab geklärt werden, welche Bandbreite gebraucht wird. Wie ist das Surf-Verhalten? Welcher Tarif ist der richtige? Welche Bandbreite wird benötigt? Wollen Sie nur Emails lesen und im Web surfen, dann reicht ein 2000er DSL Anschluss. Wenn allerdings mehrere Personen in einem Haushalt leben und das Internet benutzen, oder Videos mit hoher Qualität im Internet angesehen werden, dann steigt auch der Bedarf. Außerdem gilt es herauszufinden wie gut das Netz an ihrem Wohnort ausgebaut ist. Immerhin sollte der Internetanschluss die vertraglich festgelegte Geschwindigkeit auch erreichen können. Ansonsten zahlen Sie zu viel Geld für einen schnellen Internetanschluss, welcher an ihrem Wohnort gar nicht möglich ist. Welche Übertragungsgeschwindigkeit realisierbar ist kann, zum Beispiel, über Verfügbarkeitsabfragen auf den Seiten der DSL-Anbieter, oder auf speziellen Internetseiten ermittelt werden. Sind die Fragen nach Bandbreite und Surf-Verhalten geklärt, gilt es den passenden Tarif zu finden. Möglich ist das zum Beispiel durch unabhängige Vergleichsportale für DSL-Tarife. DSL-Tarifrechner sind ebenfalls hilfreich. Hier lassen sich alle Angaben zum Surf-Verhalten, zur gewünschten Bandbreite und Wohnort eingeben, so dass die Tarifrechner passende Anschlusspakete auflisten, sogar mit detaillierten Kostenpunkten. Lesen Sie vor Vertragsabschluss unbedingt sorgfältig das Kleingedruckte und die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Die passende DSL-Hardware

DSL-Hardware ist im freien Handel nicht sehr günstig, weshalb Sie auch die Angebote, bezüglich der Hardware, bei Ihrem neuen DSL-Provider ansehen sollten. Auch bei der Hardware kommt es auf Ihre Bedürfnisse an. Ein Router mit integriertem Modem ermöglicht es, dass mehrere Rechner mit dem Netzwerkanschluss vernetzt werden können. Dabei gibt es zum einen die Kabelverbindung und zum anderen die drahtlose Verbindung per WLAN. Wollen Sie einen Drucker oder eine externe Festplatte in das Netzwerk einbinden, um diese allen Rechnern zugänglich zu machen, so lohnt sich ein Router mit zusätzlichen USB-Anschlüssen. Lesen Sie sich unbedingt Bewertungen und Erfahrungsberichte zu der angebotenen Hardware durch, denn ist die Sende- und Empfangsantenne für das WLAN zu schwach, wirkt sich das negativ auf die Geschwindigkeit aus. Ist die Entfernung zwischen einem Gerät und dem WLAN zu weit voneinander entfernt, oder wird zu häufig unterbrochen, durch massive Wände, so kann auch dieses die Geschwindigkeit drosseln. Hier hilft Ihnen ein Repeater. Das ist ein Signalverstärker zur Vergrößerung der Reichweite des WLAN-Signals.

Wlan verstärken

WLAN oder Kabelsalat?

Ganz eindeutig bringt das WLAN einige Vorzüge. Mit Laptop, Tablet und Smartphone ist es dadurch möglich über das Heimnetzwerk ins Internet zu gehen. Die durch das WLAN gegebene Flexibilität wird besonders in privaten Haushalten sehr geschätzt. Allerdings beeinflusst das WLAN oft negativ die Geschwindigkeit. Schuld sind Signalstörungen, durch schlechte Antennen, bauliche Gegebenheiten und andere Störfaktoren. Die Verbindung kann dann häufig abreißen, ist in manchen Räumen nur schwach, oder gar nicht vorhanden.

Um dieses Problem zu beheben, können Sie sich entweder einen Router mit Mehrantennen-Verfahren, eine größere Antenne für Ihren Router oder, wie oben schon beschrieben, einen Repeater zulegen. Sie sollten außerdem unbedingt darauf achten, dass die Antenne des Zugangspunkts freisteht. Zudem ist es wichtig den WLAN Zugang ausreichend zu sichern, so dass Fremde nicht in der Lage sind Daten abzufangen und auf Ihre Kosten im Internet zu surfen. Eine wirksame Verschlüsselungstechnik ist die Absicherung per WPA2-Protokoll mit einem möglichst aufwendigen Passwort. Wollen Sie eine zuverlässige Anbindung haben, oder sind unbedingt auf diese angewiesen, sollten Sie sich nicht für WLAN entscheiden, sondern sich für Glasfaser, Kupfer-Datenkabel oder Powerline entscheiden.

Ursachen für eine langsame DSL-Leitung finden und beheben

Ist die Hardware auf dem neusten Stand, mit dem Gerät alles in Ordnung und der Empfang auch optimal, sollten Sie nach anderen Ursachen für das langsame DSL suchen. Schuld sind hier zum Beispiel veraltete Betriebssystem oder Software auf dem Rechner. Aktualisieren Sie diese. Installieren Sie einen AdBlocker, so wird unnötige Werbung verhindert, und dadurch auch das Internet etwas schneller. Löschen Sie zwischendurch Ihre Cookies. Auch hier kann eine Ursache der langsamen DSL-Leitung liegen. Achten Sie darauf den Rechner immer auf Schadsoftware zu prüfen und diese zu beseitigen. Auch wenn zu viele Fenster nebeneinander geöffnet sind, bremst das die Geschwindigkeit.
Es gibt also viele Gründe, weshalb eine DSL-Leitung langsam ist. Dabei liegen die Probleme nicht nur bei dem Nutzer, sondern können auch beim Provider, oder den schlecht ausgebauten Netzen liegen. Haben Sie alles überprüft, aber dennoch Probleme, sollten Sie sich an Ihren Provider wenden, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Lesetipp: So machen Sie Ihr DSL schneller

Bildernachweis:
Titelbild: blickpixel – CC0 Public Domain / Pixabay.com
Wlan: Mediengestalter – CC0 Public Domain / Pixabay.com


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