Rotlicht kann helfen – Tipps zur richtigen Anwendung

Die Therapie mit einer Rotlichtlampe kann den Genesungsprozess bei verschiedenen Krankheiten fördern und Beschwerden lindern. Doch bei der Anwendung der heilsamen Wärmestrahlen sollten Betroffene einige Punkte beachten, um ihrer Gesundheit nicht langfristig zu schaden. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Rotlichtlampe richtig einsetzen.

Die Rotlichttherapie – Wie und warum wirkt sie?

Die Wärmestrahlen der Rotlichtlampe werden den elektromagnetischen Wellen zugeordnet. Rotlichtlampen senden ein wärmendes Licht aus, das einige Millimeter tief in unser Gewebe eindringt und so von innen die Temperatur in unserem Körper erhöht. Das Rotlicht besteht aus sichtbaren roten Strahlen und einem unsichtbaren Infrarotlicht, das in den Körper eindringt und die Blutgefäße erweitert. Dadurch wird die Durchblutung angeregt. Da das Rotlicht ein natürlicher Bestandteil des Spektrums von Sonnenlicht ist, wird es von vielen Menschen als angenehm wahr genommen. Das Rotlicht spendet nicht nur Wärme, sondern wirkt auch schmerzlindernd und heilungsfördernd. Daher wird Rotlicht in der Medizin auch häufig zu Therapiezwecken eingesetzt. Doch um eine optimale Wirkung durch die Wärmebehandlung zu erzielen, muss die Rotlichtlampe richtig eingesetzt werden.

Infrarotlampe

Infrarotlampe zur Therapie – Bild: Urheberrecht: fotofritz / 123RF Stockfoto

Tipps zur richtigen Anwendung

1. Auf den richtigen Abstand achten
Wer sich zu Hause von einer Rotlichtlampe bestrahlen lassen möchte, sollte darauf achten, einen Mindestabstand von 50 bis 60 Zentimetern von der Lampe zum bestrahlenden Körperteil einzuhalten. Wenn Sie diesen unterschreiten, besteht die Gefahr, dass Sie sich unangenehme Verbrennungen zuziehen. Der einzuhaltende Sicherheitsabstand kann übrigens von Lampe zu Lampe variieren, studieren Sie daher vor der ersten Anwendung aufmerksam die Gebrauchsanweisung.

2. Schutzbrille tragen
Neben dem nötigen Abstand ist es wichtig, bei einer Bestrahlung im Gesichtsbereich unbedingt eine Schutzbrille zu tragen. Infrarotstrahlen können nämlich den Augen schaden, selbst dann, wenn Sie die Augen während der Bestrahlung geschlossen halten. Wer also die Region um die Nasennebenhöhlen bestrahlen möchte, der sollte eine Schutzbrille tragen, wie sie auch in Solarien verwendet werden. Natürlich sollten vor der Bestrahlung im Gesichtsbereich auch Metallgegenstände wie Piercings oder Ohrringe abgenommen werden, um Verbrennungen vorzubeugen.

3. Kaufberatung
Bevor Sie sich eine Rotlichtlampe für zu Hause anschaffen, sollten Sie sich bei der Auswahl des richtigen Geräts von einer kompetenten Fachkraft beraten lassen. Einer der wichtigsten Aspekte beim Kauf einer Rotlicht-oder Infrarotlampe ist die Leistung des Geräts. Für Einsteiger ist meist eine Leistung von 150 Watt ausreichend. Diese Geräte sind vor allem für eine punktuelle Bestrahlung bestens geeignet. Weitere Informationen zu Kaufberatung und technischen Merkmalen von Rotlichtlampen finden Sie auf www.infrarotlampen.info.

4. Anwendungsdauer
Die richtige Dosierung der Bestrahlung ist entscheidend für die Wirksamkeit der Therapie. Als optimale Anwendungsdauer gilt eine Bestrahlungszeit zwischen 10 und 20 Minuten. Wenn Sie eine zu intensive Hitzeentwicklung bemerken, sollten Sie die Bestrahlung natürlich sofort beenden.

5. Gegenanzeigen
Nicht bei allen Beschwerden oder Erkrankungen ist eine Bestrahlung mit Rotlicht förderlich. Bei Fieber, Blutgerinnseln oder akuten Entzündungen sollten Sie besser auf eine Rotlicht Therapie verzichten, ansonsten könnten sich Ihre Beschwerden sogar noch verschlimmern. Kinder unter 6 Jahren sollten ohne genaue ärztliche Anweisung auch nicht mit einer Infrarotlampe bestrahlt werden. Zudem sollten Sie Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe einer angeschalteten Rotlichtlampe lassen.

6. Vorsicht bei Wasser
Da eine Rotlichtlampe an den Strom angeschlossen werden muss, sollten Sie die Lampe nicht in Kontakt mit Wasser kommen lassen.

Bei welchen Erkrankungen und Beschwerden bietet sich eine Rotlichttherapie an?

Eine Rotlichttherapie kann erwiesener Maßen bei der Bekämpfung von vielerlei Beschwerden helfen.

  • Rotlichtlampen werden unter anderem bei Muskelverspannungen eingesetzt und helfen durch die Wärme verspannte Gliedmaßen zu lockern. Durch die intensive Wärme werden die Muskeln und Gelenke entspannt und der Regenerationsprozess kann beginnen. Rotlicht hilft nicht nur lokale Verspannungen zu lösen, sondern bringt auch den Stoffwechsel des ganzen Körpers in Schwung.
  • Auch bei Gelenkschmerzen und rheumatischen Beschwerden kann die Bestrahlung mit einer Infrarotlampe helfen.
  • Das Gleiche gilt bei einer hartnäckigen Stirnhöhlen- oder Nasennebenhöhlenentzündung. Die Wärmestrahlen bearbeiten die betroffenen Schleimhäute und helfen den fest sitzenden Schleim zu lösen.
  • Die schmerzlindernde Wirkung einer Rotlichttherapie hat sich bei Ohrenschmerzen oder einer Mittelohrentzündung bei vielen Patienten bewährt. Häufig raten Ärzte bei dieser Diagnose zu einer Infrarotbestrahlung, da diese Behandlung schonender ist, als die Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten.
  • Auch Hautunreinheiten können mit einer Bestrahlung durch eine Infrarotlampe therapiert werden. Nach mehreren Wochen regelmäßiger Rotlichttherapie kann sich das Hautbild sichtbar verbessern.
  • Sogar auf unsere Psyche kann das Rotlicht eine positive Wirkung haben. Die rote Farbe und die angenehme Wärme sorgen für Wohlbefinden und Entspannung und vertreiben Unruhe und Nervosität.
  • Auch Kinder können mit einer Rotlichtlampe bestrahlt werden, allerdings sollte diese Therapie nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Bei Neugeborenen wird noch im Krankenhaus häufig Rotlicht eingesetzt, um ihre Körpertemperatur zu erhöhen und zu stabilisieren. Zu Hause sollte man diese Behandlung bei Babys aber keinesfalls eigenmächtig durchführen.

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