Profitipps für das Streichen und Renovieren der Decke

Sie spielen mit dem Gedanken, Ihre Decken zu streichen oder zu renovieren? Damit Sie sich im Anschluss an einer schönen Decke erfreuen können, bietet der nachfolgende Text sechs hilfreiche Tipps vom Profi, damit Ihr Vorhaben garantiert gelingt.

1. Eine gute Planung ist alles

Bevor Sie sich eifrig mit Pinsel und Farbe ins Getümmel stürzen, sollten Sie einiges im Voraus bedenken, bzw. einplanen. Einen nicht unerheblichen Faktor stellt vor allem der Zeitfaktor dar: so sollten Sie, je nachdem wie viele Decken zu streichen oder zu renovieren sind, genug Zeit einplanen und diese Arbeiten nicht “mal eben” bewältigen wollen. Visieren Sie deshalb das Wochenende oder einen Ihrer Urlaubstage an. Zu einer guten Vorbereitung gehört unter anderem, dass Sie

  • das richtige Material, also Farbe, Werkzeug, Pinsel, Abdeckutensilien bereits besorgt haben
  • Sie auch passende, alte Kleidung bereitliegen haben, die ruhig schmutzig werden darf
  • Ihre Kinder und/oder Haustiere dementsprechend instruieren, bzw. dafür sorgen, dass sie nicht im entsprechenden Zimmer herumlaufen
  • für genug Ruhe sorgen, also etwa im Vorfeld Bescheid geben, dass Sie beschäftigt sind und eventuell nicht ans Telefon oder Handy gehen können

2. Bereiten Sie den zu renovierenden Raum gut vor

Sind diese Vorbereitungen getroffen, sollten Sie natürlich den Raum / die Räume entsprechend auf ihre “Sanierung” vorbereiten. Dazu gehört zum einen, dass sämtliche Möbel, bei denen es möglich ist, aus dem Zimmer geräumt werden, vor allem “Kleinzeug” sollten Sie hier nicht unterschätzen. Selbstverständlich gibt es auch Möbel, die zu groß oder zu schwer sind, um sie entsprechend auszulagern. Hier empfehlen Profis, dass Sie sie möglichst in der Mitte des Raumes aufstellen, um so genügend Platz zu haben. Um diese Möbelstücke vor Farbe und Schmutz zu schützen, ist eine fachgerechte Abdeckung unerlässlich. Hier sind vor allem Plastikplanen oder Folien geeignet, die Sie in jedem Baumarkt erwerben können. Neben den Möbeln muss auch der Boden dementsprechend geschützt sein. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, Malervlies zu verwenden: es ist dicker als herkömmliche Folie, saugt Farbe sehr gut auf. Auch Ecken, Kanten, Lichtschalter oder Steckdosen sollten geschützt sein, auch wenn Sie lediglich die Decke streichen möchten. Hier bietet der Baumarkt so genanntes Malerkrepp, welches ganz einfach an besagten Stellen angebracht werden kann. Achten Sie darauf, dass das Krepp gut anliegt.

Bild Decke streichen Tipps

3. Das richtige Werkzeug ist das A und O

Eine gute Vorbereitung nützt leider wenig, wenn Sie nicht auch über das passende und vor allem richtige Werkzeug und Material verfügen, um Ihre Decke ordentlich zu streichen. Gerade bei der Decke ist es ratsam, wenn Sie hierzu eine Farbrolle benutzen, deren Oberfläche aus Lammfell oder Perlon besteht. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: erstens sparen Sie mit einer solchen Rolle sehr viel Zeit und zum anderen verhindert der Überzug, dass sich unschöne Blasen während des Streichens entwickeln. Zugleich werden die allseits befürchteten “Nasen”, also unschöne Farberhebungen, verhindert. Ebenso sollten Sie nicht vergessen, dass Sie auch bei der Decke Ecken streichen müssen. Verwenden Sie hierzu einen entsprechenden Pinsel, damit Sie die Ecken gut erreichen können. Zum weiteren Werkzeug gehört auch eine gute Leiter, je nachdem, wie hoch der Raum ist, dessen Decke Sie streichen möchten. Achten Sie dabei unbedingt auf einen sicheren Stand und eine große Abstellfläche, auf der Sie den Farbeimer lagern können. Eine hochwertige Auswahl an Leitern finden Sie bei Engelbert-strauss.de.

4. Hilfe zur richtigen Farbauswahl

Auch beim Streichen Ihrer Decke ist die richtige Farbwahl unerlässlich. Hierzu können Sie sich, wenn Sie etwa im Baumarkt unterwegs sind, an folgende Grundfakten halten:

  • Im Innenbereich werden vor allem Dispersionsfarben verwendet, diese halten gut auf Tapeten und sonstigen Untergründen
  • Sie verfügt über eine hohe Deckkraft und ist atmungsaktiv
  • Es gibt drei Nassabriebklassen, die beste ist in diesem Falle die Klasse 1
  • Verwenden Sie auch in punkto Deckkraft die Klasse 1 (insgesamt gibt es vier Klassen)
  • Setzen Sie bei der Decke auf einen Weißton, dies schafft Harmonie und Struktur in Räume mit farbigen Wänden
  • Verwenden Sie in Küche und/oder Badezimmer Dispersionsfarben, die über einen Schimmelschutz verfügen. Diese sind extra gekennzeichnet

Setzen Sie bei der Farbauswahl zudem eher auf gute Qualität, anstatt nach einer besonders günstigen Farbe zu schauen. Die hohe Qualität zahlt sich in jedem Falle aus, so dass Sie länger von Ihrer frisch gestrichenen Decke haben, außerdem können Sie die Farbe auch in anderen Räumen verwenden.

5. Achten Sie auf die Beschaffenheit der Decke

Nicht immer können Sie unmittelbar mit dem Streichen der Decke loslegen. Achten Sie zunächst darauf, wie es sich mit der Tapete der Decke verhält (falls vorhanden). Macht sie einen mitgenommenen oder welligen Eindruck, sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Decke zunächst neu tapezieren möchten. Sehr oft wird hier auf Raufasertapete zurückgegriffen, die anschließend mit der Dispersionsfarbe überstrichen wird. Achten Sie beim Tapezieren auf die richtige Technik und holen Sie sich vor allem Hilfe, da es nicht einfach ist, die Bahnen alleine zu legen. Zudem strengt das Arbeiten über Kopf mit der Zeit Arme, Schultern und Nacken an. Vergewissern Sie sich, dass die Decke vorm Tapezieren entsprechend vorbereitet wurde, also keine Risse oder Unebenheiten vorhanden sind. Eine Grundierung kann hier ebenfalls erforderlich sein, um Ihre Decke entsprechend vorzubereiten.

Decke richtig streichen

6. Achten Sie auf die richtige Streichtechnik

Rühren Sie die Farbe vor dem Streichen gut um- auch hierfür bietet der Baumarkt Hilfsmittel, wie etwa einen Rührstab aus Holz. Dann beginnt das Streichen nach der “Nass in nass – Methode”: beginnen Sie zunächst an einer Ecke zu streichen, vorzugsweise mit einem kleinen Pinsel, ehe Sie im Nachgang mit der Pinselrolle weitermachen. Streichen Sie hierfür die Farbe an der Rolle an einem Abstreichgitter ab, damit die Farbe nicht heruntertropft und gleichmäßig verteilt wird. Tauchen Sie dazu die Farbrolle nicht komplett, sondern höchstens bis zur Hälfte in die Farbe hinein. Streichen Sie die Decke zügig und am besten in einem Durchgang, da die Farbe mitunter schnell trocknet und Sie unschöne Spuren entdecken könnten. Nutzen Sie, um diesen Umstand zu vermeiden, genügend Licht und stellen Sie sich so, dass Sie das einfallende Tageslicht nicht stört. Warten Sie nach dem Anstrich geduldig ab, ob nicht vielleicht ein zweiter Anstrich von Nöten ist. Lassen Sie dazu die Decke erst ordentlich trocknen, ehe Sie den zweiten Anstrich beginnen.

Decke streichen und malern

Bildernachweis:
Pixabay.com (CC0 Creative Commons)

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