Laserdrucker: Gefahr für Ihre Kinder?

Die Zeit des Tintenstrahldruckers neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Auch Privathaushalte setzen zunehmend auf Laserdrucker, da sie zwei entscheidende Vorteile bieten. Erstens ist es kein Problem, auch längere Zeit nichts zu drucken, da Toner nicht wie Tinte eintrocknet. Und zweitens ist die Farbe sofort trocken und kann nicht verwischt werden.

Es gibt jedoch auch große Bedenken. Denn durch die Lüftung eines solchen Druckers gelangt Feinstaub in die Luft, der als Gesundheitsrisiko für Ihre Kinder gilt. Sollten Sie also auf ein solches Gerät verzichten?

Toner

Was genau ist eigentlich im Toner?

Das in Laserdruckern verwendete Tonerpulver besteht aus folgenden Komponenten:

  • Harzpartikel: Mit ihrer Hilfe wird die Farbe auf das Papier geschmolzen. Dabei verwendete Polyesterharze können zinnorganische Verbindungen freisetzen. Die sind jedoch unbedenklich, da sie sich in der Umwelt schnell in harmlose Verbindungen umwandeln.
  • Metalloxide: Sie sind magnetisierbar und sorgen für die benötigten elektrostatischen Ladungsvorgänge, also dafür, dass das Pulver an den richtigen Stellen der Drucktrommel haften bleibt
  • Farbpigmente: Schwarz, die am häufigsten verwendete Farbe, wird mit Hilfe von Kohlenstoff oder Eisenoxid hergestellt.
  • Hilfssubstanzen: Sie machen einen sehr geringen Anteil aus und werden beispielsweise als Trennmittel beigemischt.

Gesundheitliche Bedenken verursachen insbesondere die verwendeten Schwermetalle, die als Feinstaub ausgestoßen werden. Sie machen bis zu 45% des Toners aus. Wie hoch die genaue Belastung ist, hängt immer von der verwendeten Farbe und dem Gerät ab.

Wenn Sie eine Atemwegserkrankung wie Asthma oder COPD haben, kann dieser Feinstaub Symptome wie Kurzatmigkeit auslösen. Außerdem kann er zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Wenn Sie allerdings gesund sind, stellen die geringen Emissionsmengen kein Risiko dar.

Kinder müssen besonders geschützt werden

Da Kinder solche Luftverunreinigungen schlechter kompensieren können als Erwachsene, sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um Ihre Kleinen vor der Feinstaubbelastung zu schützen.

  • Kaufen Sie am besten ein Modell, das mit den Gütesiegeln Blauer Engel, BG oder TCO’99 zertifiziert ist. Die haben die geringsten Emissionswerte.
  • Stellen Sie den Drucker in einen Raum, in dem sich die Kinder möglichst wenig aufhalten. Ideal sind der Flur oder ein gesondertes Arbeitszimmer. Auf gar keinen Fall sollte ein solches Gerät im Kinderzimmer stehen.
  • Besonders wenn Sie viel auf einmal ausgedruckt haben, sollten Sie nach dem Drucken immer für einige Minuten Stoßlüften. Die in die Luft ausgestoßenen Partikel sind dann sehr schnell keine Gefahr mehr, auch nicht für Kinder.
  • Lassen Sie niemals Ihre Kinder die Kartuschen wechseln. Dabei gelangen besonders viele Tonerpartikel in die Luft. Auch Sie selbst sollten dabei deswegen Handschuhe tragen und Toner, der auf die Haut oder die Kleidung gerät, sofort mit kaltem Wasser abspülen. Wenn Sie Kartuschen selbst neu befüllen, sollten ebenfalls keine Kinder in der Nähe sein. Die freigesetzte Menge an Schadstoffen ist dabei so hoch, dass sie bei ihnen allergische Reaktionen hervorrufen kann.
  • Warten Sie Ihren Drucker regelmäßig. Das Säubern sorgt nämlich ebenfalls dafür, dass die Emissionen verringert werden. Viele Hersteller empfehlen Intervalle, in denen Sie das tun sollten.

Sehr wichtig ist auch, dass Sie mit Ihrem Kind reden und ihm die Problematik klar machen, die mit diesen Geräten verbunden ist. So wird es auch bei Druckern, die sich beispielsweise im Kindergarten oder in der Schule befinden, aufpassen und sich nicht direkt dem Feinstaub aussetzen.

Noch weniger Emissionen mit dem Feinstaubfilter

Mit diesen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass von einem Laserdrucker keine Gefahr für Ihre kleinen ausgeht. Sollte Ihnen das noch nicht reichen, können Sie Ihren Drucker zusätzlich mit einem Feinstaubfilter nachrüsten, den Sie bei Online-Shops wie Druckerpatronenexpress bestellen können. Damit werden die Emissionen auf ein Minimum reduziert. Die oben beschriebenen Maßnahmen sollten Sie aber dennoch beherzigen.

Fazit

Beim Verwenden eines Laserdruckers werden durch die Lüftung Feinstaubpartikel freigesetzt. Für gesunde Menschen stellen sie absolut kein Problem dar. Wenn Sie allerdings an einer Atemwegserkrankung leiden oder Kinder haben, sollten Sie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Um ganz sicher zu gehen, können Sie Ihren Drucker außerdem mit einem Feinstaubfilter nachrüsten.

Bildernachweis:
alle Bilder – CC0 Public Domain / Pixabay.com


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Eine Antwort auf “Laserdrucker: Gefahr für Ihre Kinder?”

  1. Lukas

    Nov 21. 2016

    Hallo,
    danke für den aufschlussreichen Artikel!
    VG
    Lukas

    Reply to this comment

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