Küchenöfen – Kochen mit nostalgischem Flair

Sie sind auf der Suche nach einer Koch- oder Backvorrichtung mit Retro-Charme, die das Angenehme und Schöne mit dem Nützlichen verbindet? Ein Küchenofen erfüllt genau diese Anforderungen. Angeboten werden diese Geräte auch unter den Namen Holzheizherd, Holzherd, Küchenherd oder Küchenhexe. In allen diesen Fällen handelt es sich dabei im Prinzip um einen klassischen Kaminofen, der zusätzlich mit einer Herdplatte oder einer Backröhre oder beidem ausgestattet ist.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Koch- und Backapparaturen arbeitet ein Küchenofen ähnlich dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, da er die Hitze bzw. Wärme, die beim reinen Kochen oder Backen gewöhnlich nichts anderes als ein unvermeidlicher und ungenutzter Nebeneffekt ist, zum Heizen der Küche oder angrenzender Wohnräume zur Verfügung stellt und dadurch Ihre Heizkosten reduziert.

Wasserlos oder wassergeführt

Im einfachsten Fall heizt ein separat stehender Küchenofen einfach über den Wärmeaustausch seines Gehäuses mit der Raumluft. Diese Modelle werden durch das Adjektiv “wasserlos” gekennzeichnet. Sie sind als zusätzliche lokal begrenzte Heizung nützlich, bieten darüber hinaus aber keine weiteren Vorteile. Ein wassergeführter Ofen ist dem gegenüber wesentlich effizienter, da er über ein Rohrleitungssystem mit Ihrem Heizkreislauf verbunden ist. Er unterstützt dessen Leistung durch zusätzliche Wärmeeinspeisung und senkt dadurch nicht nur die Heizkosten, sondern erhöht darüber hinaus auch die Ausfallsicherheit des Gesamt-Heizsystems durch die angekoppelte redundante Wärmequelle. Des Weiteren bieten Küchenöfen im Unterschied zu elektrisch betriebenen Kücheneinrichtungen den Vorteil, dass sie gegenüber einem Stromausfall absolut resistent sind, da sie mit Holz oder fossile Energieträger als Brennstoffquelle nutzen. Bei entsprechend erfüllten Voraussetzungen kann in einzelnen Fällen die Wärme des Küchenofens sogar ökologisch und ökonomisch hoch sinnvoll als alleinige Quelle zum Heizen benutzt werden. High-Tech Varianten der wassergeführten Küchenöfen arbeiten dann – in Verbindung mit der notwendigen haustechnischen Installation mit u. a. Pufferspeicher und passender Rücklaufanhebung – an Stelle einer Zentralheizung.

Bauformen, Technologien und Materialien

Standards der Bauformen sind Einbauofen, freistehende gußeiserne Öfen mit Retro-Flair oder hoch moderne High-Tech Modelle. Ausgerüstet sind die Öfen entweder mit einer Herdplatte oder einem Backfach oder beidem. Sie unterscheiden sich in ihren Leistungsklassen. Einen besonderen Flair erzeugen Küchenöfen, die mit Ofenkacheln verkleidet sind. Neben der ansprechenden Ästhetik spielen dabei auch rein praktische Aspekte eine entscheidende Rolle. Die spezifischen Wärmeeigenschaften der dabei verwendeten Materialien sind dadurch charakterisiert, dass sie schnell entstehende Wärme in kurzer Zeit absorbieren und speichern und dann sukzessive über einen längeren Zeitraum wieder abstrahlen. Dadurch wird eine Überhitzung des Ofens vermieden und es geht keine Heizenergie verloren.

Besonders relevant ist dieser Effekt allerdings nur bei wasserlosen Öfen, denn bei wassergeführten Modellen steht mehr die Nutzung der Wärmeströmung im Vordergrund. Die Küchenofen sind standardmäßig mit einem Kochfeld und/oder einer Backröhre versehen. Dabei sind die Kochfelder meistens aus Stahl, Gusseisen, Glaskeramik oder Ceran gefertigt. In der Regel sind alle Küchenöfen so konzipiert, dass sie in einer üblichen Küche mit Standardanschlüssen eingebaut werden können. Die gebräuchlichsten Materialien zur Gehäuseverkleidung des Ofens sind Kacheln, Edelstahl, Aluminium, Sand- und Speckstein.

moderner Küchenofen

Die Befeuerung

Als Primärenergieträger kommen, je nach Variante des Küchenofens, Kohle, Briketts, Gas, Öl oder Holz in Frage. Die Wahl des Brennstoffes ist abhängig vom Einsatz des Ofens. Ein Gasherd ist am vorteilhaftesten, wenn nur Kochen, und das vielleicht möglichst zeiteffektiv, ein entscheidendes Auswahlkriterium ist. Auf eine Streichholzflamme und einen Knopfdruck reagiert ein Gasofen sofort und ist betriebsbereit. Soll der Ofen auch zum Heizen benutzt werden, dann ist ist z. B. eine Holzfeuerung die bessere Wahl. Optimale Verbrennung erreichen Holz- und Kohleherde u. a. durch eine automatische Primärluftregelung, besonders wirkungsvoll mit Doppelzugtechnik, die die Wärme bestmöglichst verteilt. Der Verbrauch ist bei einem Holzherd am besten ersichtlich aus Wirkungsgrad, Nennwärmeleistung und am Abgasmassestrom.

Bei einem Gasherd ist ein entscheidendes Kriterium für den Verbrauch der Druck der Gaslaufgeschwindigkeit in mbar. Auf die Eignung als Kochstelle hat die Wahl des Energieträgers allerdings wenig Einfluss. Auf den Arbeitsplatten der Öfen befinden sich immer entsprechend geeignete Felder. Und wenn über das rein Pragmatische auch Emotionen angesprochen werden und ein stimmungsvolles Ambiente erzeugt werden soll, kann bei einem mit Holzfeuerung betriebenen Küchenofen das Feuer im Innern des Brennraums durch eine schützende Scheibe hindurch beobachtet werden, was etwas Kaminatmosphäre im Landhaus-Stil erzeugt. Weitere Details, sowie eine Fülle an flankierenden Informationen finden Sie auf dieser Seite.

Die Heizleistung

Die Heizleistung der meisten aktuelle Küchenherde liegt bei ca. 5 bis 8 KW. In einem gut wärmegedämmten Haus reicht das für eine gesamte mittelgroße Wohnetage. Wenn Sie einen Ofen als reine Gelegenheitsleistung nutzen wollen, sollten Sie eine kleine Heizleistung wählen, da es sonst möglicherweise zu einer Überwärmung der Räumlichkeiten kommen kann, die dann vielleicht durch ein geöffnetes Fenster abgeführt werden muss. Im Zweifelsfall sollten Sie immer einen Experten wie z. B. einen Kaminfeger-Meister oder Energieberater hinzuziehen, die die konkreten Verhältnisse vor Ort gut einschätzen können und dabei auch Besonderheiten berücksichtigen.

Tipps zur Auswahl eines Küchenofens

Entscheidend für die Auswahl eines Küchenofens ist nicht nur die erforderliche Leistung, sondern u. a. auch die Tragfähigkeit Ihres Fußbodens am geplanten Aufstellungsort und ein eventuell schon vorhandener Schornstein. Empfehlenswert ist deshalb, dass sie vorab Ihren Schornsteinfeger kontaktieren. Wichtig für den Aufstellungsort sind auch Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien und Berücksichtigung tragender Wände. Generell ist der Betrieb eines Küchenofens genehmigungspflichtig, sodass Sie auf jeden Fall vor einer definitiven Auswahl den Rat von Fachleuten einholen sollten.

Vor- und Nachteile eines Küchenofens

Der entscheidendste Vorteil ist die Nutzung der beim Kochen und Backen entstehenden Wärme als Heizenergie für Wohnräume. Ein weiterer Vorteil ist bei wassergeführten Modellen die Erzeugung von Redundanz beim Heizen, was die Ausfallsicherheit der Zentralheizung erhöht. Gravierendster Nachteil ist, dass bei einer Fehldimensionierung der Heizleistung eine Überwärme entstehen kann.

Lesetipp: Wohnküche statt Kochnische

Bildernachweis:
CC0 Public Domain / Pixabay.com


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