Hochzeitslust oder -frust – Die perfekte Planung macht den Unterschied

Der schönste Tag im Leben soll es werden, den man für immer in positiver Erinnerung behalten möchte. Aus genau diesem Grund werden schon Monate vorher Abläufe organisiert, wird von A nach B gerannt und sich vor allem meist selber gestresst. Damit auch die Zeit vor dem großen Tag nicht in Frust umschlägt, lesen Sie hier was Sie wann planen und umsetzen sollten, und welche Fehler Sie am besten umgehen.

Selbst wenn die Hochzeit noch in weiter Ferne liegt, sollte die Hochzeitsplanung rechtzeitig in Angriff genommen werden. Anschließend lesen Sie, welche Dinge Sie erledigen sollten, wenn der Countdown einmal läuft.

Hochzeitskleid

Bild: Bluesnap / Pixabay.com

12 bis 6 Monate vor der Hochzeit

Die ersten Vereinbarungen hinsichtlich des Termins beim Standesamt und gegebenenfalls in der Kirche sollten Sie mindestens ein halbes Jahr vor der Hochzeit treffen. Beziehen Sie in Ihre Planung auch Urlaube sowie Feiertage mit ein. Es empfiehlt sich zudem schon am Anfang einen Kostenplan aufzustellen. Damit behalten Sie sämtliche Kosten während der Vorbereitung im Auge.
Erstellen Sie bereits in diesem Zeitraum eine vorläufige Gästeliste und fragen Sie Freunde oder Bekannte, ob sie sich als Trauzeugen zur Verfügung stellen möchten. Allerdings sind Trauzeugen heutzutage keine Pflicht mehr.

6 Monate vor der Hochzeit

Die Anmeldung zur standesamtlichen Trauung ist ab einem halben Jahr im Voraus möglich. Falls Sie sich zusätzlich kirchlich trauen lassen wollen, ist auch diese Anmeldung bei Ihrem zuständigen Traupfarramt ab diesem Zeitpunkt möglich. Stellen Sie sicher, dass Sie bei der Anmeldung folgende Unterlagen griffbereit haben:

  1. Ihren gültigen Personalausweis
  2. eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister (nicht älter als 6 Monate), welches Ihnen vom Standesamt Ihres Geburtsortes ausgestellt wird.
  3. eine Bescheinigung aus dem Melderegister Ihres Hauptwohnsitzes (nicht älter als 14 Tage)
  4. ggf. rechtskräftige Scheidungsurteile vorangegangener Ehen
  5. ggf. Geburtsurkunden der Kinder
  6. ggf. Nachweis der Staatsangehörigkeit

Ein halbes Jahr vorher empfiehlt es sich bereits einen konkreten Ablaufplan des Hochzeitstages zu erstellen, sowie die Termine für den Polterabend und den Junggesellenabschied festzulegen. Ebenfalls jetzt sollten Sie einen Fotografen, sowie ggf. Musiker oder Kutschen reservieren. Die Entscheidung über den zukünftigen Familiennamen, sowie das Ziel der Hochzeitsreise kann zu diesem Zeitpunkt auch bereits gefällt werden.

Hochzeitsfeier

Bild: MirellaST / Pixabay.com

5 bis 6 Monate vor der Hochzeit

Nun empfiehlt es sich, langsam die Planung über die Anschaffung des Brautkleides und die Robe des Bräutigams in Angriff zu nehmen. Ebenfalls sollten sämtliche Accessoires für die Kleidung des Brautpaares, sowie für die Feier ausgewählt und gekauft werden. Dafür empfehlen sich neben entsprechenden Geschäften auch Online-Shops wie Myweddingshop.de.
Sprechen Sie zu diesem Zeitpunkt auch gute Bekannte oder Familienmitglieder an, die Ihnen bei den umfangreichen Vorbereitungen zur Hand gehen, oder sich um die Organisation der Abendveranstaltung kümmern könnten. Die Gästeliste noch einmal zu überprüfen und ggf. Anpassungen vorzunehmen ist nun genauso wichtig wie das ständige Überwachen des Kostenplanes.

4 Monate vor der Hochzeit

Die Planung Ihrer Hochzeitsreise sollte nun abgeschlossen sein. Haben Sie an eventuelle Impfungen sowie einen gültigen Reisepass gedacht? Vergessen Sie nicht Urlaub für die Flitterwochen und Sonderurlaub für den Tag der Trauung bei Ihrem Arbeitgeber zu beantragen. Nun ist es an der Zeit Ihren Hochzeitstisch und eine Geschenkeliste zusammenzustellen. Auch hier werden Sie in online-Shops wie Myweddingshop.de fündig werden.

3 Monate vor der Hochzeit

Einladungen für die Hochzeitsgäste sollten Sie ungefähr 3 Monate vor dem Fest erstellen und verschicken. Schließlich wollen die Gäste rechtzeitig informiert sein, um den Termin auch fest einplanen zu können. Nichts ist trauriger, als wenn gute Freunde bereits andere Termine haben, die nicht zu verschieben sind. Ebenso wichtig ist das organisieren der Unterbringungen für die Gäste bei Freunden und Verwandten oder in Hotels und Pensionen. Tischkarten, Menükarten, Programmhefte und Danksagungsschreiben geben Sie am besten 3 Monate vorher in Auftrag, um eventuelle Verbesserungen am fertigen Druckerzeugnis notfalls noch korrigieren zu können.
Ein ganz wichtiges Thema ist nun die Auswahl und Gravur der Eheringe. Auch die Wahl der Blumenkinder und ihrer Kleidung kann bereits jetzt geplant werden.
Wünschen Sie den Abschluss eines Ehevertrages, so besprechen Sie dieses Thema am besten auch in dieser Phase mit einem Notar.

2 Monate vor der Hochzeit

Nun ist die Zeit für Gespräche mit dem Pfarrer im Falle einer kirchlichen Trauung gekommen. Hier sollten auch Einzelheiten wie Blumenschmuck oder die Musikauswahl besprochen und abschließend festgelegt werden. Die gleichen verbindlichen Absprachen sollten nun auch mit dem Fotografen getroffen werden. Wo und Wie sollen die Paarfotos stattfinden? Die Rückmeldungen der Hochzeitsgäste in eine Gästeliste eingetragen, hält Sie immer über die Gesamtanzahl der Feier auf dem aktuellen Stand.

1 Monat vor der Hochzeit

Einen Monat vor der Hochzeit ist der richtige Zeitpunkt um mit dem Friseur die eigenen Vorstellungen zur Wunschfrisur abzustimmen. Eventuell kann der Friseur den Wunsch schon mal probeweise erfüllen, um am eigentlichen Tag böse Überraschungen auszuschließen.
Details zu Tisch- und Raumgestaltung, Wein- und Menüplänen sollten nun in die finale Phase gehen. Ebenfalls empfiehlt es sich, den Brautstrauß, den Autoschmuck und andere Accessoires zu besorgen.
Wünschen Sie ein Gästebuch oder Ringkissen? Auch darum sollte sich nun langsam gekümmert werden.

Eheringe

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2 Wochen vor der Hochzeit

Probieren Sie Ihre Hochzeitsgarderobe aus und laufen Sie Ihre Schuhe ein. Jetzt sind kleinere Änderungen noch korrigierbar. Die Tischordnung für die Gäste kann 2 Wochen vorher auch ruhig schon feststehen und dem Wirt mitgeteilt werden. Es ist nun auch Zeit für die Aufgabe eine Hochzeitsanzeige in der Zeitung.

1 Woche vor der Hochzeit

Bei Herren dauert das Herrichten der Haarpracht (falls noch vorhanden) in der Regel nicht so lange wie bei den Damen. Deshalb genügt die Festlegung eines Termins eine Woche vor der Vermählung. Für die Danksagungen nach dem Fest empfiehlt es sich eine Geschenkeliste anzulegen.
Eine Woche vorher sollte auch noch einmal die finale Anzahl an Gästen an das Restaurant gemeldet werden.

1 Tag vor der Hochzeit

Nun sollten Sie sich vor allem entspannen, und hoffentlich mit einem guten Gefühl auf Ihre Hochzeitsvorbereitung blicken können. Schließen sich Ihre Flitterwochen gleich an die Feier an, sollten Sie bereits jetzt sämtliche Reisevorbereitungen getroffen haben.
Die Damen packen Ihre Brauttäschchen am Tag vorher. Die benötigten Papiere, sowie die Ringe sollten nun auch bereit legen.

Jetzt besteht Ihre einzige Aufgabe noch darin, sich auf den kommenden Tag zu freuen. Haben Sie diesen Ablauf eingehalten, sollte der nächste Tag auch wirklich zum schönsten in Ihrem Leben werden.

Fehler, die aus Lust schnell Frust werden lassen

Neben unserer Checkliste für den reibungslosen Ablauf bei der Planung, gibt es noch einige ärgerliche Fehler, die Sie tunlichst vermeiden sollten.

Hochzeit

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  1. Denken Sie bei der Planung Ihrer Hochzeit vorrangig an sich und nicht nur an Ihre Gäste. Schließlich ist es Ihr Tag.
  2. Legen Sie die standesamtliche und die kirchliche Trauung niemals auf einen Tag. So artet der schönste Tag im Leben zu reinem Gehetze und Stress aus.
  3. Bedenken Sie, dass selbst im Hochsommer nie garantiert ist, dass es nicht trotzdem regnen kann. Achten Sie auf Variabilität Ihrer Hochzeitsräumlichkeiten.
  4. Behalten Sie Ihre Aufgaben stets im Blick. Durch das Führen eines Planungsheftes haben Sie die Ausgaben stets um Blick und erleben am Ende keine bösen Überraschungen.
  5. Bedenken Sie ab eine Gästezahl von 30 Leuten auf ein Buffet zu verzichten. Lassen Sie die Speisen besser servieren.
  6. Sie sollten sich am Tag der Hochzeit nicht der Ansprechpartner für sämtliche Belange wie Catering oder Musik sein. Übertragen Sie das ruhig einem Trauzeugen.
  7. Mit der Musik steht und fällt die gesamte Veranstaltung. Sparen Sie deshalb nicht am falschen Fleck.
  8. Richten Sie Ihre Hochzeit ruhig in Ihrer Nähe aus. Das kommt Ihnen und Ihren Gästen auf jeden Fall zu Gute.
  9. Die Gastgeschenke für Ihre Gäste müssen nicht überdimensioniert sein. Schließlich ist es Ihr Fest und Ihr Tag.
  10. Kaufen Sie die Getränke für die Hochzeit stets im Restaurant in dem Sie feiern.

Die perfekte Hochzeitsplanung

Eine Antwort auf “Hochzeitslust oder -frust – Die perfekte Planung macht den Unterschied”

  1. Hochzeitssängerin

    Sep 18. 2014

    Prima, was für ein stimmiger Beitrag und wunderschöne Pics. Exakter kann man es nicht umreißen. Prima!!!

    Reply to this comment

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