Hinweise für den Kauf von verschiedenen Küchenwaagen zum Backen

Egal ob analoge oder digitale Waage - viel wichtiger ist, dass der Kuchen schmeckt. - Bild:pixabay.com © artemtation (CC0 1.0)

Egal ob analoge oder digitale Waage – viel wichtiger ist, dass der Kuchen schmeckt. – Bild: pixabay.com © artemtation (CC0 1.0)

Vor allem beim Backen, aber auch beim Kochen, ist genaues Wiegen wichtig. Während Profis mit dem Auge abmessen, verlassen sich die meisten Menschen lieber auf die Technik. Das Hilfsmittel der ersten Wahl ist nach wie vor die Küchenwaage, doch zwischen den einzelnen Modellen gibt es gravierende Unterschiede, die sich auf das Messergebnis auswirken.

Wiegen ohne Waage

Wiegen nach Augenmaß

Nach vielen Jahren des regelmäßigen Backens gelingt es dem geübten Hobby-Bäcker, in der Regel, per Auge abzumessen. Während es beim Kochen einen gewissen Spielraum gibt und das Ergebnis mit Hilfe des Abschmeckens noch etwas angepasst werden kann, ist dies beim Backen nicht ganz so einfach. Gebacken ist gebacken und kann im Nachhinein nur schwer korrigiert werden. Das Verschätzen bei der Menge der Zutaten ist einer der häufigsten Fehler beim Backen. Weitere Pannen beim Backen, die es zu vermeiden gilt, sind in diesem Beitrag aufgeführt.

Butter lässt sich noch recht einfach abschätzen, indem sie halbiert oder geviertelt wird. Eine halbe Tüte Backpulver ist auch noch machbar, doch bei Maßen wie 175g Mehl kommt selbst der geübte Bäcker mit dem Schätzen häufig nicht weit. Bei Mehl kommt erschwerend hinzu, dass sich in den Zwischenräumen Luft ansammelt und die Menge somit größer aussieht als sie in Wirklichkeit ist. In diesem Fall ist das Abwiegen sicherer oder die Zutaten werden in der Schüssel zusammengepresst. Mit Hilfe von Ess- und Teelöffeln lassen sich häufig verwendete Mengen ebenfalls gut umwandeln. Ansonsten hilft nur Üben. Hierbei empfiehlt es sich, Zutaten bewusst in die Hand zu nehmen, das Gewicht spüren sowie das Austesten von einfachen Rezepten, z.B. Cookies, bei denen kleine Fehlschätzungen keinen großen Schaden anrichten. Zucker und Mehl lassen sich gut im Messbecher abmessen, denn viele Geräte haben für diese Zutaten bereits eine Skala.

Wiegen mit Cups

Vor allem in den USA ist es üblich, mit Cups statt Grammangaben abzuwiegen. Backrezepte aus dem amerikanischen Raum müssen deshalb, wenn nicht mit Cups abgemessen werden soll, zunächst umgerechnet werden. Für Cup-Rezepte werden Kaffeebecher benötigt, die es in vielen verschiedenen Varianten gibt. Der kleine rote Cup hat weniger Inhalt als der größere blaue Cup, aber trotzdem noch mehr als die Kaffeetasse, die auch als Cup bezeichnet wird. Im Handel gibt es bereits spezielle Cups zum Backen, die genau die richtigen Maße haben, doch auch die Benutzung gewöhnlicher Becher ist möglich.

Ein Cup entspricht 240ml, dies entspricht etwas weniger Volumen als in einen 250ml-Becher hineinpasst. Ein Cup Zucker enthält 200g, ein Cup Mehl 125g.

Die richtige Küchenwaage wählen

Küchenwaagen gibt es wie Sand am Meer, doch nicht alle sind von guter Qualität. So messen mechanische Küchenwaagen häufig eher ungenau. Bei vielen Rezepten gibt es trotzdem keine Probleme, doch in einigen Fällen können genau diese Ungenauigkeiten zum Misslingen führen. Der Trend geht deshalb zur elektrischen Küchenwaage, wobei es auch hier Unterschiede gibt.

Analoge Küchenwaagen brauchen keine Batterien und sind wegen ihres Designs beliebt.

Analoge Küchenwaagen brauchen keine Batterien und sind wegen ihres Designs beliebt. - Bild: pixabay.com © stevepb (CC0 1.0)

Analoge Küchenwaagen brauchen keine Batterien und sind wegen ihres Designs beliebt. – Bild: pixabay.com © stevepb (CC0 1.0)

Sockel mit wenig/keinem Spielraum

Mechanische Küchenwaagen sind häufig Federwaagen. Der Sockel ist stark beweglich und wiegt deshalb ungenau. Dies ist daran zu erkennen, dass sich beim leichten Bewegen der Schüssel das Gewicht auf der Skala verändert. Die alten analogen Waagen waren noch recht stabil, konnten aber nicht auf das Gramm genau abwiegen. Die Küchenwaagen aus Kunststoff mit dem Sockel in Tellergröße wiegen schon dann nicht mehr genau, wenn die verwendete Schüssel nicht ganz passgenau ist. Bei digitalen Küchenwaagen werden stattdessen Dehnungsmessstreifen oder Sensoren verwendet. Diese machen die modernen Geräte sehr präzise. Sie müssen jedoch gepflegt werden, denn wenn sich Teigreste in den Lücken festsetzen, stimmt möglicherweise das Messergebnis nicht mehr genau.

Konisch geformter Behälter

Was viele nicht wissen: Je geringer der Bodendurchmesser einer Waagschale ist, umso genauer ist das Ergebnis. Deshalb haben sich konisch geformte Schüsseln, die unten schmaler als oben sind, bewährt. Ein weiterer Vorteil ist das einfachere Mixen. Während sich das Mehl bei weiten Rührschüsseln grundsätzlich ganz am Rand sammelt, muss bei der konischen Form keine zusätzliche Rührbewegung mit dem Arm durchgeführt werden, um die Zutaten gründlich durchmischen zu können. Konische Behälter sehen aus wie ein umgedrehter Kegel mit abgeflachter Spitze. Die weite Öffnung hat den Vorteil, dass beim Hinzufügen der Zutaten nichts daneben geht.

Schüssel und Messbecher in einer Form

Eine Waagschale, die gleichzeitig als Rührschüssel und Messbecher fungiert, hat nicht nur den Vorteil, dass weniger Abwasch anfällt. Spätestens beim Backen mit dünnflüssigem Teig, der in kleine Formen gefühlt werden muss, oder auch bei Pfannkuchenteig macht sich diese Vielseitigkeit bezahlt. Der Hersteller soehnle hat mit der Küchenwaage Baking Star eine tolle Kombination aus Schüssel, Messbecher und digitaler Waage entwickelt.

Fähigkeit zum Abwiegen von Flüssigkeiten

Moderne Küchenwaagen zeigen auch die gängigsten Flüssigkeiten wie Wasser, Milch und Öl an und können diese exakt auswiegen. Dies ist praktisch, denn der zusätzliche Gebrauch eines Messbechers wird so überflüssig.

Kleine Einheiten bis große Mengen

Beim Backen ist es manchmal nötig, auf das kleinste Gramm genau abzuwiegen. Die bisherigen Waagen werden im Bereich der einstelligen Grammzahlen leicht schwammig oder hatten nach oben hin nur einen Messbereich bis 1kg. Dieses eine Kilo wird bei vielen Rezepten überschritten, sodass die Waage immer wieder auf null gesetzt werden muss. Moderne Geräte schließen weder das Eine noch das Andere aus. Sie haben einen Messbereich von mindestens zwei, mitunter drei oder mehr Kilogramm und messen den Inhalt auf das kleinste Gramm genau ab.

Verzögertes Abstellen

Digitale Waagen sollen die Arbeit erleichtern. Nachdem sie eine Weile inaktiv waren, stellen sie sich von alleine ab. Das ist grundsätzlich eine hilfreiche Funktion, um Energie zu sparen. Der Nachteil ist, dass sich einige Waagen zu früh von selbst ausschalten. Beim Kauf einer Waage sollte deshalb darauf geachtet werden, ab wie vielen Minuten Inaktivität sich die Waage selbständig abschaltet. Alternativ gibt es auch Küchenwaagen, die sich nicht allein ausschalten. Bei diesen ist es aber wichtig, dass der Nutzer an das manuelle Abschalten denkt, da sonst die Batterie schnell leer ist.


Letzte Aktualisierung am 20.03.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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