Frauen sind bei Finanzprodukten oft unterversorgt

“Frauen sind anders” sagt schon der Titel eines bekannten Buches und dieses Anderssein bezieht sich nicht nur auf die alltäglichen Dinge. Auch bei den wichtigen Dingen wie der finanziellen Vorsorge oder dem Umgang mit Kapitalanlagen im Allgemeinen zeigen Frauen ein anderes Verhalten wie Männer. Doch wie sehen diese Unterschiede aus und welche Konsequenzen können Sie daraus ziehen?

Geldanlagen für Frauen

Bildquellenangabe: ©Esther Stosch / pixelio.de

Eine Studie deckt die Unterschiede auf

Dies ergab eine Studie aus dem Jahr 2013 der Unternehmensberatung A.T. Kearney und dem Researchhaus YouGov. Bei dieser Studie wurden die Antworten von 6.000 Menschen aus dem europäischen Raum zu deren Finanzgewohnheiten ausgewertet. Dabei kam heraus, dass von nur etwa 17 Prozent der befragten Frauen Geld in Aktien oder Anleihen investiert wird. Im Gegensatz dazu sind 25 Prozent der europäischen Männer an Finanzprodukten interessiert und investieren auch darin. Doch nicht nur bei den Geschlechtern wurden Unterschiede festgestellt auch das Alter der Frauen sowie der Familienstand spielt eine Rolle bei der Wahl der Investments. So konnte etwa ermittelt werden, das Frauen nach einer Heirat in der Folge die Finanzgeschäfte eher an die Ehemänner abgeben. Deutlich wird auch, das Frauen zwischen 25 und 34 Jahren ähnliche Gewohnheiten haben wie Männer. Bei den unter 24-Jährigen sieht es sogar so aus, dass sich Frauen deutlich häufiger mit den verschiedenen Anlageformen beschäftigen. Ab einem Alter von 35 Jahren verschiebt sich das Bild deutlich dahin gehend, dass sich Männer eher mit Anlagestrategien und Finanzprodukten beschäftigen. Je höher das Alter der Frauen ist um so größer wird dabei der Unterschied sichtbar.

Wo liegen die Gründe für die Unterschiede?

Finanzen

Bildquellenangabe: ©Bigeasy Shoots / pixelio.de

Durch die Studie konnten auch einige Gründe für die Unterschiede bei dem Anlageverhalten festgestellt werden. Der größte Unterschied liegt darin, dass Männer in Finanzangelegenheiten bereit sind, auch höhere Risiken einzugehen. Frauen hingegen bevorzugen eher nachhaltige Finanzprodukte und verzichten dabei auf hohe Rendite. Frauen sind also tendenziell vorsichtiger in Geldangelegenheiten.

  • Frauen bis 34 Jahre haben ähnliche Anlagestrategien wie Männer des gleichen Alters
  • Frauen ab 35 Jahren kümmern sich weniger um eine finanzielle Vorsorge
  • Männer legen Geld eher auf Rendite an
  • verheiratete Frauen überlassen finanzielle Dinge eher den Ehemännern

Die aufgeführten Fakten führen dazu, dass Frauen im Alter finanziell unterversorgt sind. Durch einen anderen Lebensverlauf wie bei Männern bei denen Auszeiten durch Kindererziehung und generell schlechtere Karrierechancen kann dies dazu führen, das man als Frau im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. Um dieser Situation entgegenzuwirken, sollten Sie sich schnellstens um angemessene Anlagestrategien bemühen.

Wie Sie Ihr Geld richtig anlegen

Viele Frauen vertrauen bei Investments möglichst sicher erscheinenden Finanzprodukten wie Festgeld- und Tagesgeldkonten sowie dem althergebrachten Sparbuch. Da Sie auf diese Produkte in der Regel weniger Zinsen erhalten wie die jährliche Inflation beträgt, führt das dazu das trotz Verzinsung die Kaufkraft des angelegten Geldes sinkt.

  1. Als ersten Tipp lässt sich deswegen ganz allgemein sagen: Achten Sie darauf, dass die Verzinsung Ihrer Investments über der jährlichen Inflationsrate liegt, um die sinkende Kaufkraft auszugleichen!
  2. Ein anderer Merksatz lautet eine zu 100 Prozent sichere Geldanlage existiert nicht. Nur Geldanlagen mit hohem und geringem Risiko.

Immobilienfonds gehören zu den Geldanlagen, die ein relativ geringes Risiko besitzen. Viele ausführliche Informationen dazu finden Sie auch auf der Seite www.fondsvermittlung24.de.  Aus diesem Grund sind Immobilien vor allem in Krisenzeiten eine beliebte Geldanlage. Bei dieser Art des Investments beteiligen Sie sich an Bürogebäuden und Wohnhäusern. Eine andere Geldanlage mit einem geringen Risiko sind Festgeldkonten. Zwar standen Festgeldkonten in den letzen Jahren im Schatten der Tagesgeldkonten, da jedoch die Zinsen auf Tagesgeld stark gesunken sind, gewinnt Festgeld wieder an Attraktivität. Allerdings ist diese Form der Anlage nur für Gelder geeignet, auf die man einen längeren Zeitraum verzichten kann, da die Anlage über mehrere Jahre erfolgt. Aktien gelten zwar als risikoreiche Geldanlage oft wird dabei jedoch vergessen, dass die Unternehmen auf die Anteile eine Dividende auszahlen. Trotz eines schwankenden Aktienkurses können Sie durch die Dividende einen Gewinn erzielen. Investieren Sie jedoch nur in große Unternehmen, die bereits mehrere Jahre in Folge eine Dividende ausgezahlt haben.

  • Geldanlagen für Frauen

    Bildquellenangabe: ©Rosel Eckstein / pixelio.de

    Gleichen Sie mit höherer Verzinsung die jährliche Inflationsrate aus

  • Sichere Geldanlagen gibt es nicht, nur ein hohes oder geringes Risiko
  • Legen Sie niemals Geld nur in eine Anlageform an, sondern streuen Sie es möglichst breit.
  • Immobilienfonds bieten durch die neue Haltefrist für Anleger ein relativ geringes Risiko.
  • Bei Festgeldkonten verfügen über eine gute Verzinsung durch Bindung des Kapitals auf mehre Jahre
  • Aktien können durch Dividendenzahlungen zur Kapitalanlage werden.
  • Kaufen Sie nur Aktien von Unternehmen, die in der Vergangenheit regelmäßig Dividende auszahlten.

Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar