Die perfekte Pfanne finden – Tipps und allgemeine Informationen

Soll eine neue Pfanne angeschafft werden, ist die Auswahl oft nicht leicht, da der Handel eine Unzahl an Marken und Preisklassen bietet. Nachfolgend sind einige Aspekte kurz zusammengefasst, die beim Kauf der perfekten Pfanne eine wichtige Rolle spielen können:

  • Material: empfehlenswert sind Eisen, Edelstahl oder Aluminium
  • Oberfläche/Beschichtung: eingebrannte Eisenpfanne (besitzt eine spezielle langlebige Antihaftschicht) oder Teflon
  • Durchmesser: je nach Bedürfnissen der Nutzer entweder 24 Zentimeter oder 28 Zentimeter
  • Form: Rund eignet sich oft deutlich besser in der Handhabung als eine rechteckige Form
  • Gewicht: eine 24-Zentimeter-Pfanne kann zwischen 800 Gramm und 1,5 Kilogramm wiegen, eine 28-Zentimeter-Pfanne bringt es normalerweise auf 1 Kilogramm bis 1,8 Kilogramm
  • Randhöhe: richtet sich nach Einsatzbereich, wobei ein mittelhoher Rand immer sinnvoll ist
  • Griff: dieser sollte als Stielgriff gearbeitet, aus Metall bestehen und genietet sein.

Bratpfanne

Das Grundmaterial von erstklassigen Bratpfannen

Das Material der Pfanne bestimmt einerseits den Preis und ist andererseits für eine gute Wärmeleitung verantwortlich. Bratpfannen bestehen größtenteils aus Metall, welches die Wärme gut weiterleitet. Verarbeitet werden grundsätzlich Eisen und Edelstahl, Aluminium und Kupfer. Die Unterschiede des Materials liegen hauptsächlich in zwei Faktoren: Reaktivität und Temperatur-Leitfähigkeit.

Bei der Wärmeleitfähigkeit liegt Kupfer an erster Stelle, danach folgt Aluminium. Eine geringere Leitfähigkeit zeigen Bratpfannen aus Eisen und Edelstahl. In Kupferpfannen verteilt sich die Wärme gleichmäßiger und das Bratgut wird überall braun. In Pfannen aus Edelstahl ist fast immer eine Aluminium-/Kupferplatte integriert, die dafür sorgt, dass sich die Wärme gleichmäßig verteilt.

Da jedoch Aluminium sowie Kupfer mit gewissen Speisen reagieren, werden diese Modelle kaum ohne eine Beschichtung gehandelt. Bei Aluminium wird normalerweise eine Keramik- oder PTFE-Schicht eingesetzt, bei Kupfer besteht sie meistens aus Edelstahl. Eisenpfannen reagieren dagegen oft mit säurehaltigen Produkten. Eisenpfannen finden sich im Handel in der Regel nur unbeschichtet, eventuell emailliert. Eisen birgt jedoch einen einzigartigen Vorteil – es kann sich während des Gebrauchs eine gewisse Patina aus Butter/Ölresten bilden, die ähnlich einer Antihaftschicht fungiert.

Die besten Eisenpfannen benötigen etwas Zeit für diesen Prozess. Anschließend lassen sich in Eisenpfannen ohne Probleme Pfannkuchen, Spiegeleier und ähnlich empfindliches Bratgut zubereiten. Ein weiterer großer Vorteil liegt darin, dass die Patina, falls sie einmal beschädigt ist, ganz simpel wiederherzustellen ist. Bratpfannen aus Eisen, Edelstahl und Aluminium liegen je nach Verarbeitung und Hersteller/Marke auf einem ähnlichen Preisniveau, Kupferpfannen sind dagegen hochpreisig.

Eisenpfanne

Antihaftfähigkeiten/Oberflächen entscheiden über die Qualität der Speisen

Eine Antihaftbeschichtung ist sinnvoll, da proteinreiche Nahrungsmittel wie beispielsweise Eier, Pfannkuchen oder Fleisch sich bereits unter geringer Hitzeeinwirkung mit der Bratpfanne verbinden – sie kleben fest. Deshalb werden Beschichtungen aus Keramik oder Teflon (PTFE) verarbeitet. Beide Materialien verhindern fast gänzlich ein Anbrennen des jeweiligen Bratgutes und ermöglichen eine leichte Reinigung der Pfannen.

Bei einer Keramikbeschichtung macht sich nachteilig bemerkbar, dass sich sehr heißes Fett zersetzt und Rückstände hinterlässt. Dieser Prozess kann bereits nach wenigen Monaten auftreten und den Antihafteffekt extrem verringern. Teflon/PTFE hat im Vergleich zu Keramik deutlich bessere Antihaftfähigkeiten, normalerweise kleben keinerlei Nahrungsmittel fest. Die Beschichtung wird allerdings im Verlauf der Zeit abgenutzt, da der Halt des Teflons in der Bratpfanne relativ schwach ist.

Die Peripherie der Pfanne: Gewicht, Griff und Form

Das Gewicht einer Bratpfanne sollte weder zu leicht noch zu schwer ausfallen. Bei einem Leichtgewicht macht sich das dünne Material bemerkbar. Die schwachen Böden verformen sich schnell. Diese Modelle finden sich überwiegend zu Billigpreisen im Discounter. Ist die Bratpfanne jedoch zu schwer, ist die Handhabung eventuell schwierig. Besonders Pfannen, die mit einem stabilen Sandwichboden ausgestattet sind oder Gusseisen-Pfannen weisen ein enormes Gewicht auf.

Der Griff einer Bratpfanne spielt ebenso eine wichtig Rolle. Ist er länger und wird auch weiter hinten angefasst, desto schwerer erscheint die Bratpfanne. Erfahrungswerte zeigen, dass eine ideale Bratpfanne von 24 Zentimeter Durchmesser über 800 Gramm und unter 1,5 Kilogramm wiegt. Bei größeren Modellen wie einer 28-Zentimeter-Pfanne sollte das Eigengewicht mindestens 1 Kilogramm und höchstens 1,8 Kilogramm betragen. Der Markt bietet allerdings auch Bratpfannen, die mehr/weniger wiegen und trotzdem erstklassig sind.

Der Bratpfannen Durchmesser fängt bei 10 Zentimetern an (meistens kleine Pfännchen, um am Tisch eingesetzt zu werden) bis maximal 100 Zentimeter Durchmesser (beispielsweise übergroße Paella-Pfannen). Für normale Haushalte mit zwei Personen werden Bratpfannen mit 24 Zentimetern empfohlen. Bei mehr Familienmitgliedern kann eine zusätzliche Bratpfanne mit 28 Zentimeter Durchmesser oft helfen.

Die Form einer Bratpfanne kann zwischen rechteckig und rund gewählt werden. Beliebt sind in der Regel runde Pfannen, da diese einerseits wesentlich leichter zu reinigen sind und andererseits geschicktes Wenden in einem Schwung erlaubt. Zudem sind die Wärmequellen der Herde meistens rund, sodass eine rechteckige Bratpfanne nicht gleichmäßig erwärmt wird.

Was soll zubereitet werden?

Für die Zubereitung der Speisen spiele somit diverse Aspekte eine entscheidende Rolle. Besonders wichtig ist die jeweilige Beschichtung:

  1. Speisen, die leicht ankleben und nur bei geringer Temperatur garen dürfen (zum Beispiel Fisch, Eier oder Pfannkuchen) brauchen eine Pfanne mit Keramik- oder Teflonbeschichtung oder eine bereist eingebrannte Eisenpfanne (mit natürlicher Patina).
  2. Für die Zubereitung von Speisen auf hoher Temperatur eignen sind hauptsächlich Eisenpfannen, Keramikpfannen sowie Edelstahlpfannen.
  3. Säurehaltige Soßen gelingen perfekt in Teflon-, Edelstahl- und Keramik-Bratpfannen.
  4. Für saftige Steaks werden Eisenbratpfannen sowie Keramik-/Edelstahlpfannen empfohlen.
  5. Knusprige Bratkartoffeln gelingen in sämtlichen genannten Pfannen.

Bildernachweis:
Bratpfanne mit Hühnchen, Reis – StockSnap / Pixabay.com – CC0 Creative Commons
Eisenpfanne – arinaja / Pixabay.com – CC0 Creative Commons

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