Den individuellen und richtigen Parfümduft finden

Selbstbewusstsein, Anziehung und Individualität – dem eigenen Parfüm werden viele Aufgaben beigemessen. Doch ist es nicht einfach, aus der Angebotsfülle die richtige Wahl zu treffen und auch der Umgang mit dem duftenden Begleiter will gelernt sein.

das richtige Parfüm finden

Benutzen Sie ihr Parfüm sparsam!

Mit ein paar Tipps können Sie Fauxpas leicht vermeiden:

1.) Was zu viel ist, ist zu viel
Zuviel Parfüm wird als überaus unangenehm empfunden. Der individuelle Parfümduft soll den eigenen Charakter und Geruch unterstreichen und nicht jeden 10 Meilen gegen den Wind penetrant auf sich aufmerksam machen. Die passende Dosierung zu finden, kann schwer sein. Hier hilft es, wenn Sie Ihre beste Freundin oder den Partner fragen, wie der Duft wahrgenommen wird.

Die Parfümerie stellt Duftwasser in unterschiedlichen Konzentrationen her. Das Eau de Solide bildet mit 1 bis 3  % Essenz die stärkste Verdünnung, dicht gefolgt vom Eau de Cologne mit 3 bis 5 %. Das Eau de Toilette weist bereits einen Anteil von 6 bis 9 % an Geruchsstoffen auf. Noch intensivere Düfte werden als Eau de Parfum mit 10 bis 20 % und Extrait de Parfum mit 15 bis hin zu 40 % klassifiziert.

2.) Zeit, Zeit und noch mehr Zeit
Das passende Parfüm zu finden, benötigt Zeit. Die gesamte Komplexität des Duftes kann nicht auf einmal wahrgenommen werden. Ein Parfüm wird strukturell in drei Komponenten untergliedert.

Die Kopfnote wird als erstes wahrgenommen und ist praktisch das Aushängeschild des Duftes. Bei gut aufeinander abgestimmten Parfüms können Sie anhand der Kopfnote einen ersten Eindruck auf die Gesamtstruktur der Aromen erhaschen. Der Großteil der Kopfnote verfliegt nach ca. 15 Minuten, sodass dieses Element eigentlich der unwichtigste Teil des Parfüms ist.
Die Herznote hingegen, dem Namen entsprechend das Herzstück des Duftes, verströmt ihren Charakter über viele Stunden hinweg.
Der letzte Teil ist die meist schwere Basisnote, die den eher blumigen oder frischen Herz- und Kopfnoten eine stabile Grundlage bietet. Um wirklich die gesamte Struktur zu erfassen, sind mindestens 30 Minuten notwendig.

3.) Erst am Stäbchen, dann auf der Haut testen
Jeden Tag sollten Sie nicht mehr als fünf verschiedene Parfüms ausprobieren, da der Geruchssinn sonst überfordert ist und er die feinen, jedoch elementaren Komponenten des Duftes nicht mehr unterscheiden kann. Um eine Vorauswahl zu treffen, werden die Parfüms zuerst auf Stäbchen aufgetragen. Es ist unumgänglich, zwischendurch die Geruchsrezeptoren durch das Schnuppern an Kaffeepulver oder -bohnen zu neutralisieren.

Nur die Strukturentwicklung der beiden Favoriten sollten Sie anschließend auf der Haut, also am besten an den beiden Handgelenken beobachten. Neben der Erfassung der Herz- und Basisnote entfaltet sich ein Parfüm bei jedem Menschen anders. Der Grund ist der spezifische Eigengeruch und die individuelle Hautstruktur.

4.) Morgens, mittags oder abends
Parfüm wird am besten in den Morgenstunden getestet, da sich die Körperchemie über den Tag hinweg verändert. So gewährleisten Sie, dass sich der neue Duft einen ganz Tag lang entfalten kann. Selbstredend ist es ungünstig, vor dem Testen das bisherige Parfüm oder auch nur Deodorants zu verwenden.

Parfüm

Lassen Sie sich bei der Parfümauswahl Zeit und gut beraten.

5.) Beratung nutzen
Eine individuelle Beratung über die eigenen Vorlieben und die Struktur des Duftes ist hilfreich. Die Parfümerie unterscheidet eine große Bandbreite an Einzelstoffen und bemüht sich um eine einheitliche Klassifizierung. Wer seine eigenen Vorzüge kennt, kann mittels der Angaben von blumig, fruchtig, holzig, orientalisch usw. über den Onlineversand z. B. von Parfumdreams eine Auswahl treffen.

6.) Das richtige Auftragen
Parfüm wird am besten an gut durchbluteten Hautstellen aufgetragen. Die Handgelenke, Ellenbogen oder der Hals sind ideal. Ein weit verbreiteter Irrtum ist jedoch, das Parfüm zwischen den Handgelenken zu zerreiben. Auf diese Weise werden die fragilen Moleküle verletzt und der Duft negativ beeinflusst. Positiv zu bewerten ist hingegen, die Haut mittels einer geruchlosen Feuchtigkeitscreme zu pflegen. Die geschmeidige Haut ist ein besserer Träger des Duftes als eine trockene, spröde Epidermis.

Das Auftragen auf Haar oder Kleidung ist zwar möglich, kann diese jedoch nachhaltig schädigen. Insbesondere Seide und Leder sind empfindlich. Auch das teure Erbstück aus echten Perlen sollten Sie vor dem Parfüm schützen. Daher im Zweifelsfall zuerst unbekleidet das Parfüm auftragen und einziehen lassen.

7.) Aufbewahren
Ist das richtige Parfüm endlich gefunden, stellt sich die Frage nach der Lagerung. Im feuchten Bad ist eine suboptimale Lösung. Den schönen Flakon am Fenster zu positionieren, ist ebenfalls eine schlechte Idee, da Lichteinwirkung zur Zersetzung von Aromen führt. Am besten lagert das Parfüm vor Licht geschützt in einem trockenen, gleichbleibend kühlen Raum.

Den individuellen Duft zu finden, erfordert einiges an Aufmerksamkeit und Zeit. Letzten Endes entscheiden Erfahrung, Erinnerung und persönliches Gefühl über unseren neuen, treuesten Begleiter.

Wie entsteht traditionelles Parfum?

Bilder:
Titelbild – kaboompics / Pixabay.com
Parfümberatung – tookapic / Pixabay.com


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Letzte Aktualisierung am 16.07.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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