Clevere Geräte, die beim Stromsparen helfen

Energiesparlampen verbrauchen vier- bis fünfmal weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen. - © istock.com/mathieukor

Energiesparlampen verbrauchen vier- bis fünfmal weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen. – © istock.com/mathieukor

Stromsparen ist eines der meist gesuchten Themen im Internet. Die Nebenkosten explodieren und jeder versucht, sie nicht noch weiter in die Höhe zu treiben. Auch die Industrie hat diese Entwicklung natürlich schon lange aufgegriffen und so findet man auf dem Markt immer mehr praktische Helfer, die beim Stromsparen helfen sollen.

Zwar kein elektrischer Helfer, aber wohl die effektivste Maßnahme, die man ergreifen kann, ist ein Anbieterwechsel. Viele sind sich unsicher oder wollen sich einfach nicht mit dem Thema beschäftigen, dabei kann ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter eine erhebliche Kostenreduktion mit sich bringen. Ebenso wie eine Vielzahl an weiteren Maßnahmen, die man im Eigenheim vornehmen kann:

LED- oder Energiesparlampen

Die herkömmliche Glühbirne wurde bereits im September 2009 schrittweise aus dem Handel genommen. Mittlerweile sind nur noch energiesparende Birnen und LED-Lampen in den Geschäften erhältlich. Als diese Umstellung bekannt wurde, gab es viele negative Reaktionen in der Bevölkerung. Dabei war die Glühbirne schon immer ein richtiger Stromfresser. Nur fünf Prozent der eingesetzten Energie kann in Licht umgewandelt werden, der Rest wird als ungenutzte Wärme in den Raum abgegeben. Die neu eingeführten Energiesparlampen verbrauchen dagegen vier- bis fünfmal weniger Energie und haben zudem noch eine erheblich längere Lebensdauer. Aus diesem Grund hat man auch die höheren Anschaffungskosten schnell wieder raus.

LED-Lampen bieten sogar ein noch größeres Sparpotenzial. Hersteller versprechen eine Ersparnis von bis zu 90 % gegenüber anderen Leuchtmitteln. In diversen Praxistests von Verbrauchern konnte bis jetzt eine realistische Effizienz von 80 % festgestellt werden – was sich durchaus trotzdem noch lohnt. Die LED-Leuchten sind natürlich noch teurer als Energiesparlampen und brauchen daher auch länger, um sich finanziell zu amortisieren. Aber gerade in großen Häusern, Restaurants oder Hotels ist die Umrüstung auf LED-Beleuchtung auf jeden Fall lohnenswert.

Zeitschaltuhren

Zeitschaltuhren regulieren das Ein- und Ausschalten von elektrischen Geräten. - © istock.com/makkayak

Zeitschaltuhren regulieren das Ein- und Ausschalten von elektrischen Geräten. – © istock.com/makkayak

Mit Zeitschaltuhren kann man das automatische Ein- und Ausschalten der Stromzufuhr regulieren. Bei Geräten, die nicht den ganzen Tag mit Strom versorgt werden müssen, können so ehrbliche Kosten eingespart werden. Es gibt mechanische und digitale Zeitschaltuhren, die für unterschiedliche Funktionen genutzt werden können. Mechanische Zeitschaltuhren eignen sich für Ein- bzw. Ausschaltintervalle, die in einem bestimmten Rhythmus erfolgen sollen. Hierbei hat man einen Energiebedarf von nur einem Watt pro Zeitschaltuhr. Die digitale Variante verbraucht bis zu sechs Watt und benötigt eine zusätzliche Batterie, um die Daten zu speichern. Die Einstellungen, die man mit den digitalen Zeitschaltuhren vornehmen kann, sind allerdings auch sehr viel komplexer und umfangreicher.

Bewegungsmelder

In erster Linie werden Bewegungsmelder für den Eingangsbereich des Hauses oder an der Garage benutzt, damit draußen nicht ununterbrochen das Licht eingeschaltet sein muss. Aber auch für den Innenraum lohnt sich das Installieren von Bewegungsmeldern. Besonders im Flur ist dies sehr praktisch. So schaltet sich das Licht nur beim wirklichen Aufenthalt im Flur bzw. beim Hindurchgehen an. Damit kann man nicht mehr vergessen, das Licht versehentlich brennen zu lassen. Die Kostenersparnis liegt bei rund einem Viertel im Vergleich zum normalen Durschnittsverbrauch.

Im Arbeitszimmer, der Küche oder im Bad sind sogenannte Präsenzmelder von Vorteil, da sie schon auf die kleinsten Bewegungen im Raum reagieren und daher bei jeder Tätigkeit eingeschaltet bleiben. Sobald Sie den Raum verlassen, erlischt aber das Licht und brennt nicht unnötig weiter.

Vorschaltgeräte

Vorschaltgeräte werden vor allem bei Waschmaschinen und Geschirrspülern angewendet. Die meisten Kosten während eines Spül- oder Waschgangs werden durch das Erhitzen des Wassers verursacht. Die Vorschaltgeräte werden einfach zwischen das Endgerät und das Stromnetz gesteckt und reduzieren damit den Stromverbrauch um bis zu fünfzig Prozent.

Eine Spülmaschine kann oftmals auch direkt an die Warmwasserleitung angeschlossen werden, um auch hier für das Erhitzen des benötigten Wassers keine oder nur sehr wenig Energie zu verbrauchen.

Geräte mit niedrigen Energieklassen

Ältere Haushaltsgeräte wie Kühlschränke oder Mikrowellen sind vielleicht durch Privatverkäufe günstiger erhältlich, verursachen aber weitaus höhere Stromkosten als neue Produkte. Deswegen lohnt es sich, einen höheren Anschaffungspreis in Kauf zu nehmen und dann ein Gerät zu erhalten, das eine hohe Energieeffizienzklasse vorweisen kann.


Letzte Aktualisierung am 20.03.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Eine Antwort auf “Clevere Geräte, die beim Stromsparen helfen”

  1. Arnold

    Apr 15. 2015

    Ein schöner Artikel, der mal aufzeigt, dass man eben doch deutlich mehr machen kann um Energie zu sparen als auf Geräte mit einer hohen Energieeffizienzklasse umzusatteln.

    Gerade Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder finde ich persönlich wirklich sinnvoll!

    Reply to this comment

Hinterlasse einen Kommentar