Bei einer Umzugsplanung muss man vieles beachten

Foto: flown  / pixelio.de

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Ein bevorstehender Umzug kann zum einen bedeuten, Altes hinter sich zu lassen und sich auf etwas Neues zu freuen. Zum anderen sieht man einen großen Berg an Terminen und Todos vor sich. Wie dem auch sei, es steht Ihnen wohl eine Menge Arbeit bevor, angefangen vom Planen und Managen wichtiger Detailfragen bis hin zum Packen und dem Umzugstag selbst. Je nachdem ob und in welchem Leistungsumfang Sie ein Umzugsunternehmen gebucht haben, oder das ganze in Eigenregie über die Bühne bringen müssen, gibt es zahlreiche Punkte zu beachten.

Ein Umzug sollte gut geplant sein

Um den Umzug gut planen zu können, benötigen Sie verbindliche Terminabsprachen. Als Erstes muss die alte Wohnung rechtzeitig gekündigt werden. Vorteilhaft ist es, die Mietverhältnisse möglichst nahtlos ineinander übergehen zu lassen, um doppelte Kosten zu sparen. Es muss für den Umzugstag, evtl. längerfristig geplant, freie Tage oder Urlaub eingereicht werden. Handwerker sind ebenfalls terminlich zu berücksichtigen. Es ist möglich, sich von mehreren Umzugsunternehmen Kostenvoranschläge erstellen zu lassen. Hierfür muss sich die Firma einen Überblick über den Umfang der Tätigkeiten und des Transportgutes verschaffen, damit es hinsichtlich der Mitarbeiter und der Lkw-Größe planen kann. Telefon- und Internetanbieter sollten rechtzeitig in Kenntnis gesetzt werden, bezüglich eines Umzuges des jeweiligen Anschlusses, bzw. einer Kündigung. Bis Sie die neue Adresse allen Versicherungen, Institutionen, Familienmitgliedern und Freunden bekannt gegeben haben, ist ein kostenloser Nachsendeantrag bei der Post von Vorteil. Je nach Schaltung des Antrags sollte aber am neuen Briefkasten frühzeitig Ihr Name angebracht sein.

An alles muss gedacht werden

Damit Sie bei der ganzen Planung die Übersicht behalten, empfiehlt es sich eine Todo-Liste anzulegen mit der Rubrik: „Wann mache ich was?“, und „Wer hilft mir wann und wobei?“ Nehmen Sie den Umzug zum Anlass, Ihren Keller und Dachboden zu entrümpeln. Überlegen Sie, was wirklich in Ihr neues zu Hause mitkommen soll. Organisieren Sie rechtzeitig eine Sperrmüllabfuhr. Oftmals muss diese mit den anderen Mietern abgesprochen und auf dem Landratsamt beantragt werden. Wenn Sie etwas verschenken möchten, dann legen sie einen Tag fest, an welchem die Sachen abgeholt werden, damit Sie sich am Umzugstag mit solchen Dingen nicht mehr beschäftigen müssen.

Umzugskartons können bei Umzugsunternehmen gegen eine Leihgebühr ausgeborgt werden. Dabei ist zu bedenken, dass diese oft kurz nach dem Umzug zurückgegeben werden müssen. Benötigt man einige Kartons länger oder möchte sie zum dauerhaften Lagern verwenden empfiehlt es sich, einige zu kaufen. Erkundigen Sie sich auch bei Arbeitskollegen und Bekannten. Viele haben noch Kartons im Keller und benötigen diese nicht mehr. Gegenstände, die man selten braucht, eingelagerte Saisonkleidung usw. sollten beim Packen den Anfang machen, Dinge des täglichen Bedarfs können Sie evtl. am Abend vor dem Umzug einpacken. Es ist sehr wichtig, dass Ihr Hab und Gut bruch- und stoßsicher eingehüllt wurde, bevor es in den Karton kommt. Vor allem Zerbrechliches. Die Sachen sollten auch nicht durcheinander fallen, wenn Sie den Karton kippen. Beschriften sie die Kartons so genau wie möglich, später weiß bekanntlich niemand mehr, was drin ist. Da Umzugskartons meist zuerst in den Lkw geladen werden, sollte sie nicht von Möbelteilen verstellt, und für die Umzugshelfer frei zugänglich sein.

Im neuen Heim angekommen

Verstellte Ausfahrten können das neue Nachbarschaftsverhältnis strapazieren. Meist haben diese aber Verständnis, wenn sie über den Umzug informiert wurden. Kartons und Mobiliar sollten gleich in das dafür vorgesehene Zimmer gestellt werden. Unter Kistenstapeln und anderen Utensilien findet man nichts wieder. Sie wissen ja, das Gesuchte ist meistens ganz hinten, ganz unten. Es wäre gut, wenn Maler- und Renovierungsarbeiten schon abgeschlossen sind und der Möbelaufbau begonnen werden kann. Die wichtigsten Sachen sollten gleich ausgepackt und an ihrem Platz verstaut werden. Es ist ratsam, jeden Tag ein paar Kisten auszupacken, bis alle leer sind. Die Erfahrung zeigt, dass verwaiste Umzugskartons bis zu einem Jahr stehen gelassen werden. Das große Chaos sollte sich in den ersten zwei Wochen gelichtet haben. Bis alles wieder seinen geregelten Gang geht, sind oftmals noch einige Wochen nötig. Der Gang zum Einwohnermeldeamt und die Adressänderung im Personalausweis schließen den Umzug formal ab. Viel Glück im neuen Heim!

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