Apfelsaft selber machen – so wird er richtig lecker

Apfelsaft selber machen

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Wer selbstgemachte Säfte gerne mag ist hier goldrichtig. Hier und jetzt erfahrt ihr alles über Apfelsaft selber machen. Nicht nur das Apfelsaft lecker schmeckt, unser selbstgemachter ist auch noch viel gesünder als der gekaufte. Das kommt dadurch das Obstsäfte aus dem Laden mit Zusätzen gefiltert werden, deswegen ist unser selbstgemachter Apfelsaft, ohne andere Stoffe,  Nasenlängen voraus.  Dadurch das man weiß welche Zutaten wir in unserem Apfelsaft reintun ist er klar der Favorit.  Das schöne an der ganzen Sache ist auch das man seinen eigene Geschmacksrichtung aussuchen kann. Ob Süß oder Sauer bleibt jedem selbst überlassen.

Wer einen eigenen Garten mit Obstbäumen hat ist klar im vorteil. Man muss nur die Lust haben sie auch zu pflücken oder auf zu sammeln. Doch wer Apfelsaft selber machen möchte, sollte sich aufraffen und genau dies tun.  Es gibt keine besseren.

Sollten wir jedoch unsere Äpfel im Discounter einkaufen müssen, haben wir immerhin noch die möglichkeit selbst zu bestimmen welche Sorte wir nehmen und ob wir auch auf Bio umsteigen. Je weniger behandelt, desto besser für unseren Saft.

Doch was brauchen wir eigentlich noch alles, damit wir Apfelsaft selber machen können. Eine Apfelpresse wäre am besten , wer jedoch kleinere Mengen an Äpfel pressen möchte kann eine Obstmühle benutzen. Ist etwas aufwändiger weil man die per Hand durchdrehen muss geht aber auch ganz gut.

Apfelsaft selber machen 

Sind wir nun mit unseren Äpfel in der Küche oder vielleicht auch draußen, waschen wir sie erst mal gründlich ab. Ich nehme immer eine kleine Plastikwanne und wasche die Äpfel gründlich ab. Kommt natürlich darauf an wie viele man hat. Man kann so aus 6 mittelgroßen Äpfeln  ca 1,5 Liter Saft pressen. Kommt natürlich auch auf den Apfel an wie saftig er ist. Auf jeden Fall empfehle ich Gummihandschuhe an zuziehen, gepresste Äpfel färben unsere Hände schön bunt. Nach dem waschen, Äpfel nach Würmern und faulen Stellen absuchen und herausschneiden. Dann den Apfel in viertel schneiden und Kerngehäuse entfernen. Die Schale kann am Apfel bleiben. Wer es im freien macht und einen Schrädder hat kann damit ganz bequem seine Äpfel zerkleinern. Würde ich nur bei einer großen Menge an Äpfel benutzen. Aufwändiger ist dagegen die Sache mit der Reibe oder der Obstmühle. Doch unsere Äpfel müssen erst mal zu Mus gemacht werden.

Hierbei immer einen sauberen Behälter unter den Schräder oder Reibe, Mühle stellen, denn wir müssen ja unseren Mus auffangen. Wer eine Apfelpresse besitzt ist am schnellsten fertig.  Den Mus in ein sauberes Presstuch füllen und auspressen, wobei wir nicht vergessen dürfen auch hier wieder ein Behältnis zum auffangen der Maische hinzustellen. Danach gleich durch ein ganz feines Sieb alles noch einmal durchlaufen lassen um die letzten festen Stücke heraus zu filtern. Nun erhitzen wir das ganze und füllen es gleich danach in saubere Flaschen ab. Auf den Kopf gestellte Flaschen ziehen Vakuum und so bleibt der selbstgemachte Apfelsaft lange haltbar.

Für diejenigen die keine Apfelpresse haben gibt es viele andere Varianten. Es kommt nur darauf an welche Küchengeräte der eigene Hausstand hergibt. Ein elektrischer Entsafter, sowie ein Schnellkochtopf gehen auch. Wer beides nicht zur Hand hat muß leider seine Muskeln spielen lassen. Dazu aber später.

Fangen wir erst mal mit dem elektischen Entsafter an. Der Anfang ist immer der gleiche. Haben wir das Mus nun vor uns stehen geben wir es in den Entsafter und stellen wieder zum auffangen ein Behältnis hin. Auch hier ist es ratsam alles durch ein feines Sieb laufen zu lassen.

Die einfachste Variante ist jedoch der Schnellkochtopf. Hierfür gibt man 1/4 – 3/8 l. Wasser in den Topf und stellt den Einsatz  der nicht gelocht sein darf darüber. Der Vorteil ist das der Einsatz unseren Saft auffängt.  Nun den gelochten Einsatz einsetzen und soviel geviertelte Äpfel (entkernt und gesäubert) hineingeben. Es sollte nach oben 1 cm Rand frei bleiben. Die Garzeit beträgt in etwa 15- 25 Minuten bei 80 Grad. Nach dem Garen den Topf von der Herdplatte nehmen und auskühlen lassen. Wichtig hierbei ist, nicht abdampfen lassen. Nach dem abkühlen kann man den Apfelsaft in saubere Flaschen füllen.

Wer alles dies nicht hat kann auch einen ganz normalen Topf nehmen. Hierzu auch wieder Äpfel wie vorher waschen, die schlechten Stellen heraus schneiden, entkernen, die Schale kann am Apfel bleiben. Nun ein Sieb auf den offenen Topf stellen. In das Sieb legt man ein sauberes Baumwolltuch, Geschirrhandtuch ist gut dafür geeignet. Jetzt eine Reibe zur Hand nehmen und die Äpfel durchreiben. Hat man nun das Mus auf dem Baumwolltuch müssen wir unsere Muskeln spielen lassen. Das Tuch mit dem Mus solange auspressen bis kein Saft mehr in den Topf läuft. Es ist Sinnvoll den Saft ab zu schmecken. Bei süßen Äpfel kann man noch etwas Wasser zugeben, falls er zu süß ist. Bei sauren Äpfel kann man Zucker beigeben. Das sollte jeder selbst für sich entscheiden.  Nun das  ganze erhitzen, nicht kochen lassen. Gleich danach in saubere Flaschen füllen, verschließen und bis zum erkalten auf den Kopf stellen. So zieht er Vakuum und ist ungeöffnet etwa 1 Jahr haltbar.

Man braucht den gepressten Saft nicht unbedingt erhitzen wenn man diesen in wenigen Tagen leer trinken möchte, da es sich um reinen Most handelt. Füllt man ihn in kleine Flaschen kann man diese für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Schmeckt auch sehr gut. Nachteil ist jedoch, dass er nach wenigen Tagen anfängt zu gären, ist weiter nicht schlimm. Er verwandelt sich dann so langsam in Apfelwein. Wer das jedoch auch noch mag kann es mal probieren.

Nun viel Spass beim Apfelsaft selber machen. Für weitere Anregungen und Tipps könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.


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5 Antworten auf “Apfelsaft selber machen – so wird er richtig lecker”

  1. Bele

    Jul 17. 2014

    ich habe die Methode mit dem normalen Topf ausprobiert. Ich habe keine Ahnung wie daraus Saft werden sollte. Ich musste letztendlich alles durch ein Sieb streichen und habe Apfelmus bekommen. Es sah nie auch nur ansatzweise wie Saft aus. Schade um die Zeit die ich verschwendet habe, denn Apfelmus hatte ich schon mehr als genug. Wenn jemand einen Tipp hat, was ich falsch gemacht haben könnte, einfach melde.

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  2. Max

    Jul 30. 2014

    Hallo Bele, ja aus der lieben Petra sprudeln nur so informationen heraus. Leider teilweise etwas durcheinander :-).
    Also Grundlegendes zur Apfelsaftherstellung.
    1. Maische erzeugen (Apfel klein reiben/stoßen/was auch immer)
    2. Diese Maische in einem feinmaschigen Netz/Tuch auspressen.
    3. Den Apfelsaft trinken= dünnen Stuhlgang :-). Besser Apfelsaft erhitzen ca 80° (nicht kochen) und in Flaschen heiß abfüllen.

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  3. Herbstblume

    Okt 10. 2015

    Ich frage mich, wie man in einem Schnellkochtopf bei 80 °C gart??? –
    Das Wesen eines Schnellkochtopfes ist es, durch den entstehenden Überdruck mit 116 °C zu kochen.

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  4. Angelika

    Jul 16. 2016

    Das Vavuum entsteht dadurch dass sich die heiße Luft abküühlt und nicht durch das Umdrehen. in Physik nicht aufgepasst??

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  5. Jürgen

    Sep 16. 2016

    Also ich finde die Anleitung ist zwar gut und lobenswert, eignet sich leider aber nur für geringe Mengen und schon da wird es ziemlich anstrengend 😉

    Vor allem gibt es wirklich schon günstige, robust-gute Obstpressen aus Holz für kleines Geld (eigentlich in jedem lokalen Baumarkt zu finden).

    Wer mehr darüber lernen möchte, empfehle ich mal einen Blick auf diese Seite zu werfen. Dort wird einem auch gezeigt, wie man so eine Presse richtig benutzt usw.

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