6 Tipps und Tricks für eine höhere geistige Leistungsfähigkeit

Die Lebenserwartung der Menschen in Industrieländern steigt stetig an, täglich schreitet die Medizin voran. Doch häufig kann unser Gehirn nicht ganz schritthalten. Da helfen auch keine Medikamente, man muss selbst etwas dafür tun. Und damit kann man gar nicht früh genug anfangen, denn hat man sich erst einmal angewöhnt, sein Gehirn fit zu halten, wird man dies auch im hohen Alter weiterhin tun. Trotzdem ist es niemals zu spät, um die gesunden Verhaltensweisen umzusetzen. Natürlich ist der Alterungsprozess nicht gänzlich aufzuhalten, doch mit diesen Tipps und Übungen lässt er sich deutlich verlangsamen. Ihr Gehirn wird es Ihnen danken.

Sport im Alter

Sport und Ausdauertraining

Zahlreiche Studien belegen: Wer körperlich fit ist, ist auch geistig fit. Das gilt für jedes Alter. Denn Sport regt das Nervenwachstum und die Durchblutung des Gehirns an, was sich positiv auf die geistige Gesundheit auswirkt. Schon zwei Mal wöchentlich eine halbe Stunde Freizeitsport kann reichen, um das Demenzrisiko erheblich zu senken. Gleiches gilt für einen täglichen, drei Kilometer langen Fußmarsch, der das Risiko um bis die zu 50% verringern soll. Dabei gilt natürlich (bis zu einem gewissen Grad): Je häufiger, desto besser. In jüngeren Jahren empfehlen Sportmediziner daher eine halbstündige, sportliche Betätigung an drei bis sechs Tagen pro Woche.

Besonders förderlich sind übrigens folgende Sportarten:

  • Joggen
  • Nordic Walking
  • Schwimmen
  • Fahrradfahren
  • Tanzen

Allerdings hat grundlegend erstmal jede Sportart einen positiven Einfluss. Wichtig ist, dass Sie etwas finden, was Ihnen Spaß bereitet. Nur so haben Sie auch die richtige Motivation, an Ihrem Sportprogramm festzuhalten. Übrigens: Auch wenn es besser ist, früh anzufangen, ist es niemals zu spät. Selbst im hohen Alter können Sie noch durch Treppensteigen oder Wandern ihre geistige Gesundheit steigern.

Soziale Kontakte pflegen

Vereinsamung ist ein großes Problem im Alter, das sich sehr schlecht auf die Psyche und geistige Fitness auswirkt. Doch bereits im mittleren Lebensalter sind soziale Kontakte wichtig, um eine spätere Demenz zu vermeiden. Denn sowohl im jungen, wie auch im fortgeschrittenen Alter, ist ein regelmäßiger Austausch mit anderen sehr anregend für das Gehirn. Besonders in Kombination mit Sport lässt sich der Spaß dabei noch steigern und Sie “schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe”. Da es im höheren Alter leider häufiger passiert, dass der Lebenspartner verstirbt und frühere Freunde aus den Augen verloren wurden, eignen sich Sportvereine außerdem exzellent, um neue Menschen kennenzulernen und aktiv zu bleiben. Sollten Sie keinen Sport machen wollen, gibt es in Ihrer Nähe mit Sicherheit Seniorentreffen oder andere ehrenamtliche Veranstaltungen, die sich stets über neue Teilnehmer freuen.

gesunde Ernährung

Gesunde und ausgewogene Ernährung

Unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Studien belegen, dass eine ungesunde Ernährung dem Hirn im Laufe der Zeit einen erheblichen Schaden zufügt. Daher ist es empfehlenswert, viel sogenannte “Mittelmeer-Kost” zu sich zu nehmen: Olivenöl, viel Obst und Gemüse und mindestens ein Mal in der Woche Fisch steigern die geistige Gesundheit und senken das Risiko für Demenzerkrankungen erheblich.

Folgende (exemplarisch ausgewählte) Nahrungsmittel helfen Ihrem Gehirn zusätzlich neben der Mittelmeer-Kost im hohen Alter leistungsfähig zu bleiben:

  • Erdnüsse
  • Vollkorngetreide
  • Banane
  • Avocado
  • Pflanzenöle

Nahrungsergänzungsmitteln wie beispielsweise Vitaminpräparaten Nahrungsergänzungsmittel sind bei einer perfekten Ernährung überflüssig. Leider sind wir heute weit davon entfernt, perfekt zu essen. Daher sind hochwertige Nahrungsergänzungsmittel eine gute Lösung, dem Körper das zu geben, was er dringend braucht und was er bei der heute üblichen Ernährung nicht mehr bekommt.

Kreuzworträtsel lösen

Kreuzworträtsel als Gehirnjogging

Kreuzworträtsel sind der Klassiker unter den Gehirnjoggingaufgaben, denn sie machen zum einen Spaß, stellen zum anderen aber auch anspruchsvolle Aufgaben an unser Gehirn. Auf diese Weise helfen sie uns, mental fit zu bleiben. Mittlerweile gibt es ein riesiges Angebot, Sie müssen sich schon lange nicht mehr auf das Rätsel in Ihrer Tageszeitung beschränken. In Buchhandlungen gibt es ganze Bücher voller Kreuzworträtsel und auch online finden Sie eine unüberblickbare Anzahl. Websites wie www.kreuzwortraetsel.de liefern Ihnen tägliche neue und kostenlose Kreuzworträtsel.

Routinen durchbrechen

Routinen sind im Alltag nützlich, um Zeit zu sparen. Doch sie verleiten das Gehirn auch dazu, sehr einseitig zu denken. Daraus ergibt sich jedoch die Möglichkeit, Ihrem Geist etwas Gutes zu tun: Durchbrechen Sie Ihre eingeübten Verhaltensmuster, gehen Sie im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege, beispielsweise auf dem Weg zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Lieblingscafe. Interessant sind außerdem sogenannten Stroop-Aufgaben, die sie problemlos online finden können. Dabei ist es Ihre Aufgabe, die Farbe zu benennen, in der ein Wort geschrieben ist. Der Clou dabei ist, dass es sich immer um geschriebene Farbwörter handelt, die jedoch nicht mit der Schriftfarbe übereinstimmen (das Wort “Blau” ist also beispielsweise in grüner Farbe geschrieben). Das ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Mithilfe dieser Übung können Sie beide Gehirnhälften trainieren, sowohl in jungen Jahren, als auch im hohen Alter.

Tipps für Ihren Alltag

Den Abschluss sollen einige kleine Alltagstricks machen, die Sie problemlos in Ihren Tagesablauf integrieren können:

  1. Putzen Sie sich mit der falschen Hand die Zähne.
  2. Lesen Sie die Tageszeit rückwärts.
  3. Schreiben Sie mit beiden Händen synchron.
  4. Führen Sie tagtägliche Aufgaben, wie das morgendliche Duschen, blind durch.
  5. Zählen Sie beim Gehen Ihre Schritte.

Sie müssen natürlich nicht alle Tipps dieses Ratgebers befolgen, um Ihre geistige Leistungsfähigkeit beizubehalten. Suchen Sie sich die Verhaltensweisen heraus, die Ihnen am meisten Spaß machen und die für Sie am besten umsetzbar sind. Denn eine der größten Herausforderungen ist es, motiviert zu bleiben. Schaffen Sie das und gewöhnen sich bereits in jüngeren Jahren an, etwas für Ihren Geist zu tun, werden Sie im Alter definitiv davon profitieren. Doch selbst wenn Sie bereits in einem fortgeschrittenen Alter sind, machen Sie sich keine Sorgen: Es ist niemals zu spät, mit etwas Neuem anzufangen und etwas für seine geistige Leistungsfähigkeit zu tun.

Bildernachweis:
alle Bilder – Pixabay.com (CC0 Creative Commons)

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